Machado lobt US-Eingreifen gegen Maduro – Hoffnungen für Venezuela

Friedensnobelpreisträgerin und venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado hebt die Rolle der USA im Vorgehen gegen das Maduro-Regime hervor – und ruft Landsleute weltweit zum Mitmachen beim Wiederaufbau auf.

03.01.26 17:19 Uhr | 67 mal gelesen

Maria Corina Machado, die 2023 den Friedensnobelpreis erhielt, hat sich öffentlich zur aktuellen Situation in Venezuela geäußert und den Einfluss der Vereinigten Staaten deutlich hervorgehoben. Sie macht kein Geheimnis daraus, dass sie von den jüngsten Schritten Washingtons beeindruckt ist: 'Nicolas Maduro muss sich nun vor internationalen Gerichten verantworten – für die vielen Gräueltaten an Venezolanern und anderen Menschen.' In ihrem Statement, das sie am Samstagnachmittag veröffentlichte, verweist sie auf die Weigerung Maduros, auf Verhandlungen einzugehen, und hebt hervor, dass die USA nun das internationale Recht durchsetzen würden. Ihre Worte schlagen entschlossene Töne an: Man werde als Opposition nicht zurückweichen, sondern vielmehr daran arbeiten, politische Gefangene zu befreien, Ordnung im Land wiederherzustellen und die Rückkehr ins Ausland geflohener Venezolaner zu ermöglichen. Außerdem fordert sie Edmundo González, den offiziell unterlegenen Gegenkandidaten Maduros, auf, sein Mandat ohne Zögern auszurufen und die Rolle als Oberbefehlshaber der Streitkräfte zu übernehmen. Abschließend bittet sie die im Exil lebenden Venezolaner eindringlich, internationale Unterstützung zu mobilisieren, um gemeinsam ein neues Venezuela aufzubauen.

Maria Corina Machado positioniert sich offensiv als Stimme der venezolanischen Opposition – und stellt den Schritt der USA, international gegen das Maduro-Regime vorzugehen, in den Mittelpunkt ihrer Botschaft. Im Licht der aktuellen Situation – manipulierte Wahlen, ein regime-freundliches Justizsystem und eine Regierung, die wenig Interesse an Kompromissen zeigt – fordert sie nicht nur den eigenen politischen Kreis heraus, sondern spricht auch die venezolanische Diaspora an. Laut taz und anderen Medien heizt sich die Stimmung in Venezuela aktuell weiter auf, da zahlreiche Menschenrechte missachtet werden, zahlreiche Oppositionelle verhaftet oder ins Exil getrieben wurden und die Sozialkrise im Land eskaliert. Zugleich unterstreichen etwa Spiegel und Zeit, dass der internationale Druck, etwa durch die USA und die EU, wächst und zunehmend auf umfassendere Maßnahmen zur Wiederherstellung demokratischer Strukturen setzt. Zusätzlich zeigt eine Recherche, dass internationale Menschenrechtsorganisationen zuletzt mehrfach darauf hingewiesen haben, wie groß das Ausmaß an Repression, Willkür und wirtschaftlichem Verfall in Venezuela sei – was Machados Appell zu verstärktem globalen Engagement nochmals mehr Dringlichkeit verleiht.

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