„maybrit illner“ im ZDF: Zwischen Waffen, Worten und Wende – Welche Rolle spielt Europa im Ukrainekrieg?
Mainz – Der Ukrainekrieg: eine scheinbar endlose Spirale zwischen Hoffnung und Angst. In Kiew keimt neue Zuversicht, nachdem Präsident Selenskyj von stabilisierten Fronten und Friedensgesprächen spricht. Während die USA durch außenpolitische Turbulenzen abgelenkt sind und Europa sich zögerlich auf gemeinsame Schritte einigt, verschärft Russland die Lage durch verstärkte Angriffe auf Kiew. Der Talk bei „maybrit illner“ im ZDF am Donnerstag, 4. Juni 2026, 22:15 Uhr widmet sich der kontroversen Frage: Chaos dank Trump, Chance für Europa?
heute 15:27 Uhr | 2 mal gelesen
Führt die momentane Entwicklung eher zu einer Deeskalation oder zu einer gefährlichen Ausweitung des Krieges? Die Absage der US-Amerikaner, konventionelle Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren, lässt Fragen offen – insbesondere für die Sicherheit Europas. Ist die EU jetzt am Zug, im Zweifel ihre eigenen Interessen entschlossener zu vertreten und der Ukraine substanzielle Unterstützung zu bieten?
Zur Debatte eingeladen sind bekannte Köpfe: Armin Laschet (CDU, Vorsitz im Auswärtigen Ausschuss), SPD-Veteran Klaus von Dohnanyi, die Politikwissenschaftlerin Claudia Major (German Marshall Fund), Wirtschaftsexperte Rüdiger Bachmann und Politologe Wolfgang Merkel.
Übrigens: Wer Untertitel oder Deutsche Gebärdensprache benötigt, kann die Sendung auch digital abrufen.
Noch Fragen zur Sendung? Für Auskünfte steht Thomas Hagedorn (ZDF) zur Verfügung, Telefonnummer und Mailadresse sind wie gehabt.
Und Pressefotos? Einfach per E-Mail oder direkt online zum Download – sofern man eingeloggter Pressevertreter ist.
Weitere Infos zum Stream gibt’s auf zdf.de. Wer mag, findet ZDF-Kommunikation übrigens auch auf LinkedIn.
Man beachte den Unterton, der durch die gesamte Diskussion wabert: Wie schnell können sich politische Gewissheiten im Nebel des Krieges auflösen.
Die aktuelle politische Lage beim Krieg gegen die Ukraine ist voller Unsicherheiten: Während Kiew vorsichtige Fortschritte in Richtung Stabilität sieht und erstmals von realistischen Friedensperspektiven spricht, steckt die USA in komplexen außenpolitischen Konflikten fest – was Europas Position im geopolitischen Schachspiel plötzlich fragiler erscheinen lässt. Moskau wiederum scheint mit immer heftigeren Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Entschlossenheit oder Verzweiflung zu demonstrieren, je nach Lesart. Laut aktuellen Berichten verschärfen die jüngsten Drohnen- und Raketenbeschüsse Russlands die Unsicherheit im Land, während europaweit über die Zukunft der militärischen und politischen Unterstützung für die Ukraine hitzig gestritten wird.
Ergänzend dazu zeigt eine aktuelle Analyse auf spiegel.de, dass deutsche Rüstungsexporte in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreichen könnten und die Debatte über weitere Waffenlieferungen an die Ukraine spürbar an Fahrt gewinnt (Quelle: Der Spiegel). Überdies berichten mehrere Medien, dass Osteuropa in der NATO-Frage deutlich entschlossener argumentiert und ein wachsendes Misstrauen gegenüber der zögerlichen Haltung Westeuropas, insbesondere Deutschlands und Frankreichs, spürbar wird. Und nicht zuletzt weist taz.de auf die wachsende Kluft innerhalb der EU bezüglich einer möglichen strategischen Autonomie gegenüber den USA hin.