Streit um Bafög-Anhebung: CDU-Präsidiumsmitglied widerspricht Spahn

Weil Unionsfraktionschef Jens Spahn Zweifel an der geplanten Bafög-Erhöhung äußerte, kommt aus den eigenen Reihen deutlicher Gegenwind: Wiebke Winter pocht auf die Umsetzung und kritisiert die Signalwirkung steuerpolitischer Kürzungen für die junge Generation.

heute 15:33 Uhr | 1 mal gelesen

Wiebke Winter, Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion in Bremen, hat sich dem 'Focus' gegenüber klar für die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Bafög-Erhöhung ausgesprochen. Für sie steht fest, dass der Wohnkostenzuschuss – und damit die Bafög-Anhebung von 380 auf 440 Euro – dringend notwendig ist. Sie beschreibt, wie die Mieten nicht nur in Metropolen wie München oder Hamburg steigen, sondern längst auch in Städten wie Bremen, und dass es für 380 Euro praktisch unmöglich geworden sei, ein halbwegs akzeptables Zimmer zu bekommen. Darüber hinaus mahnt Winter, dass Einschnitte beim Elterngeld die junge Generation massiv verunsichern würden. Sie macht dabei einen Vergleich auf: Während für eine Rentenerhöhung innerhalb weniger Jahre 120 Milliarden Euro bereitstehen – eine Entscheidung vor allem im Interesse der SPD –, stünde das Elterngeld mit jährlich etwa 350 Millionen Euro quasi auf der Streichliste. Das, so argumentiert sie, sende fatale Signale an qualifizierte Frauen und Familien insgesamt, die ohnehin unter der Last steigender Lebenshaltungskosten leiden.

Wiebke Winter von der CDU fordert trotz Kritik am Bafög die im Koalitionsvertrag festgelegte Erhöhung, da vor allem Wohnkosten gravierend steigen und junge Leute andernfalls zunehmend in finanzielle Not geraten könnten. Parallel lehnt sie Kürzungen beim Elterngeld ab, weil diese besonders auf berufstätige, gut ausgebildete Mütter abschreckend wirken würden. In aktuellen Medienberichten wird zudem auf eine Debatte verwiesen, dass Studierende und junge Familien aufgrund politischer Sparmaßnahmen weiter unter Druck geraten. Ergänzende Recherche: Laut aktuellen Nachrichten hat das Bafög auch 2024 wiederholt politischen Streit entfacht, etwa weil die tatsächliche Bedürftigkeit der Studierenden oft an den gestiegenen Lebenshaltungskosten vorbei geht. Die Bundesregierung diskutiert parallel, das System auf langfristig stabilere Füße zu stellen, auch da viele Studierende offenbar weiterhin auf Nebenjobs oder familiäre Unterstützung angewiesen sind. Das Thema wird zudem emotional diskutiert, weil viele Junge die Rentenlast und Familienförderungen als Frage der Generationengerechtigkeit betrachten.

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