Der diesjährige Bernd-Tönnies-Medienpreis stellt die Frage: "Wer bringt unser Essen morgen auf den Tisch?" – junge Frauen und Männer auf den Höfen, deren Ideen und Kämpfe im Alltag allzu selten in der medialen Debatte durchdringen. Umso deutlicher setzt der Wettbewerb ein Zeichen: Journalistinnen und Journalisten sind eingeladen, Geschichten über Generationswechsel, innovative Hofstrukturen, politische Hürden, aber auch über die komplexe Praxis moderner Nutztierhaltung einzureichen. Gefragt sind nicht reine Lobeshymnen, sondern differenzierte, tiefgehende und vielleicht auch unbequeme Analysen.
Mitmachen dürfen alle deutschsprachigen Medienschaffenden, egal ob Print, Online, Radio, TV, Podcast oder Multimedia. Es zählt einzig die Relevanz und Originalität des Themas; Neuveröffentlichungen zwischen 1. Januar 2024 und 31. Dezember 2026 qualifizieren sich – Teilzeitfreie ebenso wie festangestellte Redakteurinnen. Zwei Hauptkategorien stehen offen: "Text" sowie "Bewegtbild/Audio/Multimedia". Pro Kopf maximal zwei Arbeiten. Die Jury unter Leitung des Ex-Umweltministers Johannes Remmel entscheidet; Klagen bringt nichts (Rechtsweg ausgeschlossen).
Die Gewinner werden im Frühjahr 2027 prämiert, feierlich und im Austausch mit Akteurinnen und Akteuren des Agrarsektors – Format: ein thematischer Workshop. Wer teilnehmen möchte, schickt die eigenen Beiträge samt kurzem Lebenslauf an kontakt@toennies-forschung.de oder postalisch nach Rheda. Zurückgeschickt wird nichts – aber dafür lockt eine öffentliche Bühne und das Preisgeld.
Die Tönnies Forschung gibt es seit 2010 und sie will Wissenschaft und Praxis verzahnen, Tierwohl messbar stärken und dabei Nachhaltigkeit, Umwelt und Ernährungssicherheit zusammendenken. Der Medienpreis erinnert an den Unternehmensgründer Bernd Tönnies; mehr Details stehen auf www.toennies-forschung.de.
Die Tönnies Forschung startet erneut den traditionsreichen Bernd-Tönnies-Medienpreis mit Fokus auf Junge in der Landwirtschaft. Der Preis soll nicht nur journalistische Exzellenz anerkennen, sondern auch gesellschaftliche Debatte anstoßen, indem er die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Nutztierhaltung ins Licht rückt. In diesem Jahr sind besonders Arbeiten gefragt, die innovative Strategien von Nachwuchslandwirten beleuchten – von klimapolitischen Anforderungen über Hofnachfolgefragen bis zu gesellschaftlicher Akzeptanz.
Ergänzend ist das Bewusstsein für die Landwirtschaft und Tierhaltung zuletzt spürbar gestiegen. Nach Recherchen auf spiegel.de und zeit.de steht die Agrarbranche derzeit unter starkem Transformationsdruck: Die Themen Klimawandel und Tierwohl zwingen Betriebe, sich neu zu erfinden. Laut süddeutsche.de werden innovative Ideen und Pilotprojekte, wie etwa digitale Herdenüberwachung oder CO2-sparende Fütterung, inzwischen intensiver öffentlich diskutiert und auch Fördergelder stehen zunehmend Startups und jungen Hofübernehmern offen. Medienpreise wie der von Tönnies Forschung stoßen also nicht nur interne Debatten an, sondern tragen dazu bei, die öffentliche Wahrnehmung zu erneuern.