Mercedes-Benz schiebt die geplante US-Produktion des Nachfolgers des GLC-Modells auf – statt wie zunächst angedacht schon 2025, wird das neue Modell nun erst frühestens 2027 in Tuscaloosa hergestellt. Der Autobauer will mit dieser Maßnahme vor allem von einem erwarteten Nachfrageschub für das neue Modell profitieren, wobei die bestehende Produktion in Deutschland nicht betroffen ist. Bemerkenswert ist, dass Mercedes seine Entscheidung als unabhängige, strategische Weichenstellung bezeichnet und betont, man reagiere damit nicht kurzfristig auf die unsicheren politischen Rahmenbedingungen oder etwaige Zölle. Aktuelle Medien betonen, dass der US-Markt für viele deutsche Hersteller weiterhin enorm wichtig bleibt, da Absatz und Markenpräsenz in Nordamerika trotz geopolitischer Spannungen ausgebaut werden sollen. Auch angesichts verschärfter US-Industriepolitik und Subventionen für E-Autos ringen Autobauer um Anpassungen – Mercedes sieht sich demnach gezwungen, vorausschauend und flexibel im internationalen Wettbewerb zu agieren. In den letzten Tagen berichteten verschiedene Nachrichtendienste außerdem über steigende Zulassungszahlen deutscher Premiumfahrzeuge in den USA trotz der anhaltenden Handelsunsicherheit.