Die diesjährige Auszeichnung des renommierten Peter-Huchel-Preises geht an Nadja Küchenmeister, Jahrgang 1981 und gebürtige Berlinerin, für ihren Gedichtband „Der Große Wagen“, erschienen im Schöffling Verlag. Die Jury kam Ende Januar 2026 zu dem Schluss, dass Küchenmeisters neuer Band, der durch einen Zyklus aus reimlosen, dichten Dreizeilern und packenden Bildern besticht, zu den markantesten Lyrikerscheinungen des vergangenen Jahres zählt.
Der Peter-Huchel-Preis wird gemeinsam vom Südwestrundfunk und dem Land Baden-Württemberg ausgelobt. Die Verleihung, traditionell in Staufen im Breisgau, ehrt nicht nur die preisgekrönte Dichterin, sondern auch das Erbe Peter Huchels, selbst einer der wichtigsten deutschen Lyriker des 20. Jahrhunderts. In den letzten Jahrzehnten wurde der Preis zu einer wahren Institution in der deutschsprachigen Literaturszene, mit Preisträger:innen wie Michael Krüger, Uljana Wolf und Monika Rinck.
In der diesjährigen Jurybegründung steht ein besonderes Lob für die Vielschichtigkeit und emotionale Intensität des Bandes. Küchenmeister verwebt Erfahrungen aus unterschiedlichen Lebensstationen – von Berlins Randlagen über Köln bis hin zur portugiesischen Hauptstadt Lissabon – zu einem überwältigenden Mosaik aus Abschied, Erinnerung und Neuanfang. Die Fixierung auf das Sternbild „Großer Wagen“ erlaubt dabei immer wieder überraschende Perspektiven auf Nähe, Entfernung und das nicht Greifbare. Persönlich erinnert mich diese Herangehensweise fast an einen nächtlichen Spaziergang durch eine fremde Stadt: Man weiß nie so recht, was hinter der nächsten Ecke lauert, und irgendwie ist da doch immer ein Stück Heimat am Himmel.
Beim Peter-Huchel-Preis selbst handelt es sich um einen der wichtigsten Ehrungen für moderne deutsche Lyrik, der alljährlich ein Werk des vergangenen Jahres auszeichnet. Die siebenköpfige Jury vereint literarische Stimmen aus Kritik, Wissenschaft und Schriftstellerei – was nicht immer harmonisch abläuft, aber genau das macht solche Preise oft besonders spannend. Ausführliche Hintergründe finden sich wie üblich auf der offiziellen Website. Wer noch Bilder für eine Reportage sucht: Beim ARD-Fotoportal gibt’s reichlich Material.
Nadja Küchenmeister erhält 2026 den Peter-Huchel-Preis, eine der zentralen Auszeichnungen für deutschsprachige Lyrik, für ihren Band „Der Große Wagen“. Ihr Werk verbindet eindrückliche Bilder von Abschied und Heimat, durchmischt Erinnerungsräume und lässt alltägliche wie außergewöhnliche Szenerien aufleben, immer wieder gebündelt unter dem Sternbild des Großen Wagens. Die Preisverleihung findet in Staufen statt, was auch die Biografie des Namensgebers Peter Huchel würdigt; die Auswahl durch eine fachkundige Jury unterstreicht die anhaltende Bedeutung lyrischer Stimmen in der Gegenwartsliteratur.
Erweiterte Recherche: Nadja Küchenmeister hat sich in den letzten Jahren konstant in der deutschsprachigen Lyrikszene etabliert; auch andere Medien wie der Deutschlandfunk und die F.A.Z. heben die gesellschaftliche und persönliche Dimension ihrer Gedichte hervor. Der Peter-Huchel-Preis gilt als Gradmesser für aktuelle literarische Trends und als bedeutendes Sprungbrett – wiederholt berichten Feuilletons, dass etwa das ungewöhnliche Format von reimlosen Dreizeilern und die konzentrierte Bildsprache bei Leser:innen und Kritikern für Diskussionen sorgen. Die poetische Auseinandersetzung mit Abschied, Migration und Identität wurde jüngst stärker als Spiegel der gesellschaftlichen Umbrüche wahrgenommen; auch der aktuelle Trend, Lyrik in performativen und medial erweiterten Formaten zu präsentieren, beeinflusst die Aufmerksamkeit für Preisträger:innen.
Internationale Rezeption findet der Preis zwar noch am Rande, was jedoch dem wachsenden Interesse an deutscher Gegenwartslyrik zuzuschreiben ist – speziell aufgrund der Herkunft vieler Beteiligter und Preisträger:innen (Berlin, Köln, Lissabon in Küchenmeisters Fall) lässt sich ein globalisiertes Lebensgefühl erahnen. Neben dem reinen Preisgeld wurde die öffentliche Preisverleihung in Staufen bewusst zum Ort der Reflexion gewählt: Hier steht nicht nur die Preisträgerin, sondern auch das literarische Miteinander im Vordergrund.