Neues Gesicht am Morgen: Julia Rosebrock übernimmt Morningshow bei MDR Sachsen-Anhalt

Leipzig – Der Radiosender „MDR Sachsen-Anhalt – Mein Radio. Mein Zuhause.“ erlebt einen personellen Neustart am Morgen: Julia Rosebrock wird ab sofort die Morningshow moderieren. Antonia Kaloff, die langjährige Stimme der Frühsendung, verabschiedet sich in eine neue berufliche Phase und verlässt den MDR.

17.12.25 11:01 Uhr | 62 mal gelesen

Julia Rosebrock ist schon seit 2019 Teil des MDR-Teams in Sachsen-Anhalt und sprang bisher immer dort ein, wo Geschichten, Musik und Nachmittagsgespräche gebraucht wurden – von „Der Feierabend“ über „Handgemacht“ bis hin zu wechselnden Nachmittagsformaten, denen sie ab 2025 zudem ihre Stimme leiht. Jetzt erwartet sie der morgendliche Radiomarathon – eine ganz eigene Dynamik. Rosebrock äußert sich voller Vorfreude, spricht von Neugier und dem typischen Draht zu den Menschen, der an solchen Sendungen besonders zählt. Zitate, Statements, freundliche Worte – aber ehrlich gesagt, liest man zwischen den Zeilen auch eine gewisse Spannung: Wer weiß schon, was solch ein Frühstart mit sich bringt? Was bleibt, ist das Versprechen: Wach, freundlich und dabei untadelig lokal – das ist der Plan. Tim Herden, Direktor des Landesfunkhauses, wirkt erleichtert, dass mit Julia eine Moderatorin ans Mikro von „MDR Sachsen-Anhalt“ rückt, die nicht nur Routine, sondern auch Regionalbezug mitbringt. "Sie hat sich in den letzten Jahren so eng mit den Hörerinnen und Hörern verzahnt, das kann dem Morgenprogramm nur guttun", meint er. Antonia Kaloff hingegen krempelt nach 23 Jahren die Ärmel um – sie wagt den Sprung in die Politik und träumt davon, als Abgeordnete im Landtag von Sachsen-Anhalt die Freiheit der Medien und die Demokratie zu stärken. Klingt nach Aufbruch, fast ein bisschen wie im Roman: "Radio war großartig, aber da draußen wartet noch so viel."

Julia Rosebrock tritt ab sofort als neue Moderatorin der Morningshow bei MDR Sachsen-Anhalt an und folgt damit auf Antonia Kaloff, die sich nach über zwei Jahrzehnten beim Sender neuen Aufgaben widmet und als Kandidatin für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt antritt. Rosebrock sammelte in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrungen als Redakteurin und Moderatorin verschiedener Sendungen und will mit frischem Elan in den Morgen starten, begleitet durch breite Unterstützung seitens der Senderleitung. Der Wechsel spiegelt nicht nur personelle Veränderungen wider, sondern auch einen aktuellen Trend in der deutschen Radiolandschaft: Immer mehr öffentlich-rechtliche Sender betonen Regionalität, persönliche Bindung zu den Hörerinnen und Hörern und die Notwendigkeit kritischer journalistischer Stimmen im Licht aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Zusätzlich sorgt der Abgang Kaloffs für Resonanz in der Medienwelt, da sie die Wechselwirkung zwischen Journalismus und Politik offen anspricht und mit ihrer Kandidatur für mehr Pressefreiheit und Demokratieförderung einstehen will. In den vergangenen Tagen griffen mehrere Medien die Debatte über die Zukunft öffentlich-rechtlicher Sender auf, etwa bezogen auf die Finanzierung und den Umgang mit politischer Diversität. Auch der MDR steht, wie andere ARD-Anstalten, angesichts von Reformauflagen und einem langsam wandelnden Mediennutzungsverhalten, vor der Aufgabe, seine Programme noch näher an den Alltag der Menschen zu bringen – ein Kontext, in dem Moderatorinnen wie Rosebrock besonders gefragt sind.

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