Neues Kapitel für den Rheinbahn-Fahrdienst: App bringt frischen Wind in die Kommunikation

Düsseldorf/Prag – Bei der Rheinbahn AG bricht eine neue Zeit an: Mithilfe von Avenga erhält der Fahrdienst ein digitales Update. Eine maßgeschneiderte App soll die Arbeitswelt der Fahrerinnen und Fahrer von Grund auf verändern – einfacher, schneller, transparenter.

heute 12:10 Uhr | 2 mal gelesen

Es passiert nicht alle Tage, dass ein Traditionsbetrieb wie die Rheinbahn seinen gesamten Informationsfluss für das Fahrpersonal umkrempelt. Jetzt aber wird es Ernst: Mit einer individuellen App von Avenga sollen Betriebsinfos, Dienste und Prozesse direkt aufs Handy – oder gleich ins Cockpit – einziehen. Inhalte wie Schichtpläne, Betriebsnachrichten oder auch Sicherheitsmeldungen landen damit in Echtzeit bei denen, die sie brauchen. So zumindest die Idee, von der sich alle Seiten mehr Effizienz und weniger Stress im Alltag versprechen – vielleicht auch für die Fahrgäste, wenn die Kommunikation intern besser läuft. Die Vergabe lief über die großen EU-Kanäle und Avenga konnte die Rheinbahn mit Tech-Know-How sowie Erfahrungen aus anderen Mobilitätsprojekten überzeugen. Man will – Kernaussage – die Dinge einfacher und verlässlicher machen. Stefan Marxreiter von Avenga spricht von 'Entlastung' und einer spürbaren Verbesserung im Servicelevel. Sehr ambitioniert, könnte man sagen. Allerdings fragt sich auch, wie schnell solch ein System im Alltag wirklich akzeptiert und genutzt wird – und ob es vielleicht mehr braucht als nur eine App. Konrad Sättler von der Rheinbahn betont, dass der Fahrdienst im Zentrum der Digital-Offensive steht. Technik alleine reiche nicht, aber mit Avenga habe man jemanden gefunden, der Praxis und IT verbindet. Die Entwicklung läuft nun im Team zwischen Deutschland und weiteren EU-Ländern – ein klassischer Balanceakt zwischen Innovation und dem, was die Mitarbeitenden wirklich brauchen. Mehr Details sollen nach und nach folgen, die Umsetzung jedenfalls hat schon begonnen. Am Rande: Avenga spielt längst in der internationalen Liga der IT-Dienstleister mit Fokus auf maßgeschneiderte Digitalisierung und Künstliche Intelligenz – über 6.000 Leute, verteilt über den Globus. Die Rheinbahn wiederum ist für Düsseldorf, Mettmann und Umgebung das Lebenselixier des Nahverkehrs: 570.000 Fahrgäste, über 3.700 Beschäftigte, ein bunter Fuhrpark. Quasi täglich ein Mal rund um die Erde, so oft sind Busse und Bahnen unterwegs – eine Dimension, die man auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt.

Mit der neuen App will die Rheinbahn AG einen wuchtigen Digitalisierungssprung wagen und vor allem den Verkehrsalltag seiner Beschäftigten revolutionieren: Kein Zettelchaos, keine umständlichen Aushänge, sondern zentral gebündelte Infos, auf die man jederzeit zugreifen kann. Damit will das Unternehmen nicht nur interne Prozesse entlasten, sondern auch die Servicequalität für die Fahrgäste – also uns alle – auf ein neues Level bringen. Quer durch Deutschland erleben ÖPNV-Betriebe gerade einen Digitalisierungsschub, getrieben durch Herausforderungen wie Personalmangel, steigende Ansprüche an Flexibilität und einen immer hybrideren Alltag. Die Technik selbst muss dabei fehlerfrei und intuitiv funktionieren, sonst wird sie nicht angenommen. Viele Verkehrsunternehmen haben in den vergangenen Monaten vergleichbare Projekte im Bereich digitale Kommunikation oder Planung gestartet – etwa die BVG in Berlin oder die VAG in Nürnberg, die explizit Apps für ihre Belegschaft einführten. Wirklich große Projekte kommen aber selten ohne Stolpersteine aus, gerade, wenn Datenschutz, Akzeptanz und technische Integration zusammenspielen. Der ÖPNV der Zukunft tastet sich Schritt für Schritt voran – und Düsseldorf ist nun mittendrin.

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