Unterm Strich mahnt die GdP, dass die Herausforderungen für die Polizei komplexer und die Gefahrenlagen unvorhersehbarer werden – Beispiele wie Cyberangriffe gegen Behörden oder drohende Blackouts sind längst keine abstrakten Szenarien mehr. Ohne zusätzliches, gut vorbereitetes Personal könnte der Staat im Ernstfall ins Straucheln geraten. Neuere Berichte anderer Medien weisen ergänzend darauf hin, dass in einzelnen Bundesländern bereits über spezielle Einsatzkonzepte für die Sicherung kritischer Infrastruktur diskutiert wird – allerdings fehlen überall die nötigen personellen Reserven, und die Abstimmung zwischen Bund und Ländern bleibt ein Knackpunkt. Die aktuellen Diskussionen auf der Innenministerkonferenz drehen sich daher nicht nur um Technik, sondern vor allem auch um Finanzierung und Ausbildung solcher Reserveeinheiten. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund bringt sich ein und fordert klare rechtliche Rahmenbedingungen und Notfallpläne, um im Krisenfall schnell agieren zu können. Dabei sind neue Cyber-Bedrohungen und hybride Gefahren in den Fokus gerückt – aber auch klassische Themen wie Versorgung im Ausnahmezustand oder die Sicherheit bei Großdemonstrationen bleiben relevant.