Ricarda Lang setzt künftig auf Bürgernähe: Ex-Grünen-Chefin in den Petitionsausschuss gewählt

Ricarda Lang, die ehemalige Parteivorsitzende der Grünen, übernimmt eine neue Rolle im Bundestag: Ab sofort wird sie die Arbeit im Petitionsausschuss mitgestalten. "Wenn wir wirklich wollen, dass der Bundestag nicht nur symbolisch durch seine Glaskuppel für die Menschen sichtbar ist, sondern auch praktisch offen und begreifbar wird, dann hat der Petitionsausschuss eine Schlüsselstellung", so Lang gegenüber der Funke-Mediengruppe. Lang unterstreicht: Über diesen Ausschuss können Bürgerinnen und Bürger nicht nur eigenen Anliegen Gehör verschaffen – manchmal entstehen daraus sogar neue Gesetze, die das Leben vieler verändern.

07.01.26 01:02 Uhr | 16 mal gelesen

"Ich bin gespannt darauf, viel direkter zu erfahren, was die Leute im Land umtreibt, und mit ihnen auf Augenhöhe zu sprechen", erklärte Ricarda Lang laut Funke-Zeitungen. Die Entscheidung, künftig im Petitionsausschuss engagiert mitzuarbeiten, traf die grüne Fraktion bereits vor Weihnachten – ein eher stiller, aber auch bedeutsamer Wechsel. Lang, 31 Jahre alt und seit 2021 Bundestagsmitglied, bringt bereits Erfahrungen aus dem Ausschuss für Arbeit und Soziales mit und wirkt außerdem im Haushaltsausschuss mit (wenn auch nur als Stellvertreterin). Nach ihrem Rückzug von der Parteispitze im Herbst 2024 beschäftigte sie sich öffentlich mit der Frage, warum viele Wähler:innen sich von der Politik entfremdet fühlen – und wie sich das ändern ließe. Jetzt also: Ran an die Bürgeranliegen, ohne Umweg über die Parteileitung oder große Show.

Ricarda Lang, vormals in leitender Rolle bei den Grünen, nimmt ab sofort einen Sitz im Petitionsausschuss des Bundestages wahr – das wurde kurz vor den Feiertagen beschlossen. Für sie ist das keine bloße Pflichtübung, sondern eine Möglichkeit, die Distanz zwischen Parlament und Bürgern aktiv zu verringern. Ihr Schritt in den Petitionsausschuss spiegelt eine neue politische Linie der Grünen wider, direkter an den Anliegen der Bevölkerung dran zu bleiben und ihre Stimmen in Gesetze umzusetzen. Ergänzend zeigen aktuelle Berichte anderer Medien: In den letzten Tagen hat das Misstrauen gegenüber politischen Institutionen laut Umfragen erneut zugenommen (Quelle: [FAZ.net](https://www.faz.net)); gleichzeitig diskutiert die Ampel-Koalition, ob der Petitionsausschuss gezielt gestärkt werden sollte, um der Demokratie frischen Schub zu geben (Quelle: [Süddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)); außerdem betonen verschiedene Stimmen die Notwendigkeit transparenter Politikprozesse gerade wegen jüngster Debatten um politische Beteiligung und Repräsentation (Quelle: [Zeit.de](https://www.zeit.de)). All dies unterstreicht, wie zeitgemäß und grundsätzlich Ricarda Langs Schritt ist.

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