Wenn draußen die Sommerhitze drückt, ist drin nicht immer kühl: Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge schlägt in der 'Bild am Sonntag' Alarm – und fordert ein flächendeckendes, sofortiges Programm zur Klimatisierung öffentlicher Einrichtungen. Besonders Kitas, Altenheime, Schulen und Krankenhäuser stünden aktuell ungeschützt da. Allerdings – und das ist den Grünen wichtig – soll die Förderung an den Einbau von Solaranlagen auf den Dächern gekoppelt sein. Denn: Solarstrom fließt genau dann reichlich, wenn Hitzewellen auch den Kühlbedarf in die Höhe schnellen lassen.
„Wir sehen, dass viele der Orte, die am meisten Schutz brauchen, bislang völlig ohne professionelle Kühlung dastehen“, so Dröge. Dabei sterben während Hitzewellen immer wieder ältere oder kranke Menschen – das sei schlicht nicht hinnehmbar. Kritik gab es an Bundesmitteln: Das bisherige Programm zum Hitzeschutz läuft gerade aus, was die Grünen für einen fatalen Fehler halten. Sie fordern, Teile des Sondervermögens für ein unbürokratisches, effizientes Sofortprogramm zu nutzen. Denn bei der Klimatisierung gehe es um mehr als Komfort, es geht auch um das Überleben der Schwächsten.
Ob jetzt allerdings wirklich ein Klimaanlagen-Boom droht – oder ob das ganze nur die übliche Sommerlochdebatte ist? Da sind in der Partei durchaus unterschiedliche Töne zu hören.
Die Grünen fordern ein Sofortprogramm zur Förderung von Klimaanlagen in öffentlichen Einrichtungen, insbesondere in sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen wie Kitas und Pflegeheimen, um die Menschen vor zunehmenden Hitzewellen zu schützen. Die Finanzierung soll an den gleichzeitigen Ausbau von Solarenergie gekoppelt werden, um Klima- und Kosteneffizienz zu verbinden. Neuere Berichte verdeutlichen: Der Handlungsdruck wächst. Fachverbände warnen, dass bisherige Maßnahmen nicht ausreichen, und Städte bereiten sich vielerorts bereits mit Notfallplänen auf Extremtemperaturen vor – Experten fordern einen grundsätzlichen Wandel beim Umgang mit Hitze in der Stadtplanung. Auch die Debatte um Energiepreise und damit verbundene soziale Fragen werden zunehmend laut, denn Klimaanlagen gelten als Luxus, den sich nicht jeder leisten kann, während vulnerable Gruppen besonders leiden.