Schwesig weist Söders Vorschläge zurück und preist Mecklenburg-Vorpommern

Manuela Schwesig, Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern, hat ihre Absage an Markus Söders (CSU) Idee zur Zusammenlegung von Bundesländern erneuert. Regionalität, meint sie, bedeute für viele Menschen mehr denn je Heimat. Außerdem erinnerte sie daran, dass Solidarität keine Einbahnstraße sei.

heute 12:29 Uhr | 5 mal gelesen

„Herr Söder sollte vielleicht im Blick behalten, von wo aus Bayern eigentlich Strom und Energie bezieht“, sagte Schwesig mit einem leicht spöttischen Unterton. Nebenbei schwärmte sie von den Vorzügen der eigenen Region: „Wer mal an der Ostsee war, weiß: Hier lässt sich hervorragend Urlaub machen, und auch kulinarisch hat Mecklenburg-Vorpommern jede Menge zu bieten.“ Ein bisschen Lokalpatriotismus blitzt durch: „Ich bin sehr froh, als Jugendliche den Mauerfall erlebt zu haben. Plötzlich hatten wir alle Zugang: Die einen zur Ostsee, die anderen zu den Alpen – eigentlich haben wir als Land gemeinsam gewonnen.“ Damit stellt sie klar: Mecklenburg-Vorpommern bleibt eigenständig – und stolz darauf.

Die jüngste Debatte um eine mögliche Neugliederung der deutschen Bundesländer – angestoßen durch Markus Söder – sorgt landesweit für Reaktionen. Manuela Schwesig lehnt den Vorschlag entschieden ab und unterstreicht, wie wichtig regionale Identität aus ihrer Sicht sei; zahlreiche Bürger:innen teilen diesen Wunsch nach Selbstbestimmtheit. Wirtschafts- und energiepolitisch erinnerte sie daran, dass Bayern maßgeblich vom norddeutschen Strom profitiert – ein Thema, das laut aktuellen Berichten vieler Nachrichtenportale auch im Zusammenhang mit bundesweiter Energiewende und Infrastrukturdebatten immer mehr an Gewicht gewinnt. Viele Expert:innen warnen davor, Struktur und Identität der Bundesländer aus rein wirtschaftlichen Motiven zu verändern, da dies integrationspolitische und gesellschaftliche Risiken birgt. In letzter Zeit betonen Medien zudem, dass die Anpassung von föderalen Strukturen bei weitem komplexer und sensibler ist, als es manch politischer Vorstoß suggeriert. (Quellen: diverse aktuelle Berichte)

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