SPD bleibt beim EU-Verbrenner-Aus - Widerspruch gegen CSU-Vorstöße

Die SPD erteilt Forderungen aus der Union, das geplante Verbot von Verbrennermotoren ab 2035 zu revidieren, eine klare Absage.

08.09.25 08:58 Uhr | 95 mal gelesen

Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, machte im Gespräch mit RTL und ntv deutlich, wie wichtig Verlässlichkeit für die Automobilindustrie ist. Ständige Diskussionen über Fristen oder Daten verunsicherten die Branche und bremsten Fortschritte. Die aktuellen EU-Bestimmungen erlauben bereits Ausnahmen, etwa für Verbrenner, die ausschließlich mit E-Fuels betrieben werden. Auf die jüngste Initiative von Markus Söder (CSU), das Verbot aufzuheben, reagierte Wiese deshalb zurückhaltend und mahnte zur Besonnenheit. Die jüngste Automobilmesse IAA zeige laut Wiese, dass deutsche Hersteller zunehmend erschwingliche Elektroautos anbieten. Zusätzliche Debatten über das Verbrenner-Aus seien hinderlich für einen erfolgreichen Wechsel zu alternativen Antrieben.

Die SPD betont die Bedeutung von Planungssicherheit für die Automobilindustrie und hält am EU-Verbrenner-Aus für 2035 fest. Dirk Wiese verweist auf die bereits vorhandenen Ausnahmeregelungen, etwa für E-Fuels, und warnt vor erneuter Unsicherheit durch politische Diskussionen. Aktuelle Entwicklungen auf dem Fahrzeugmarkt zeigen eine klare Ausrichtung auf Elektromobilität: Wie auf der IAA. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Europäische Union, trotz wachsender Widerstände aus Italien und Deutschland, am Aus für Neuwagen mit klassischen Verbrennungsmotoren ab 2035 festhält. Große Autokonzerne wie Volkswagen und Mercedes-Benq bestätigten jüngst im Rahmen der IAA, ihre Strategie weiterhin konsequent auf Elektromobilität auszurichten. Parallel fordern verschiedene Politiker und Branchenvertreter, wie effizient und nachhaltig E-Fuels in der Praxis angewendet werden können – und diskutieren, ob beschränkte Ausnahmen für Sonderfahrzeuge ausreichen. Zusätzlich gibt es Stimmen aus der Wirtschaft, die eine klare und verlässliche Politik für langfristige Investitionen in die grüne Transformation fordern.

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