Startschuss für 2026: Was sich alles ändert

Mit dem Jahreswechsel 2026 treten zahlreiche neue Regelungen in Kraft – von Mindestlohn bis Bahnpreis, von Kindergeld bis Pendlerpauschale.

heute 00:02 Uhr | 22 mal gelesen

Frisch ins Jahr gewandert, sieht sich 2026 mit einer Reihe von Gesetzesänderungen konfrontiert – einige erfreulich, andere wohl eher mit gemischten Gefühlen empfangen. Der Mindestlohn zum Beispiel steigt ab Januar auf ordentliche 13,90 Euro brutto pro Stunde. Bei den Minijobs hingegen geht’s jetzt bis 603 Euro monatlich hinauf, gerechnet auf den Durchschnitt des Jahres. Für Vielfahrer – sprich: Pendler – gibt's pro Kilometer inzwischen 38 Cent: Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Interessanter Twist beim Staat – die Gastronomie kann sich über eine auf sieben Prozent abgesenkte Umsatzsteuer für Speisen freuen. Doch Vorsicht, Bahnreisende: Das Deutschlandticket wird mit 63 Euro pro Monat nun ein Stückchen teurer. Strom und Gas bewegen sich hingegen im Spannungsfeld zwischen Bundeszuschuss und weggefallener Gasspeicherumlage – ob Verbraucher unterm Strich spürbar entlastet werden, bleibt mal abzuwarten. Auch am Arbeitsmarkt ruckelt es: Wer schon das Rentenalter erreicht hat, aber nicht ganz auf den Ruhestand verzichten mag, darf mithilfe der sogenannten Aktivrente nun bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Beim Kindergeld gibt’s kleine, aber nicht unwichtige vier Euro extra – pro Nachwuchs, pro Monat, versteht sich. Zu guter Letzt: Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik erhalten alle 18-jährigen Männer (verpflichtend), Frauen (freiwillig) einen Fragebogen der Bundeswehr zum Thema Motivation und Eignung – eine Art Mini-Musterung per Post. Ach ja, und land- und forstwirtschaftliche Betriebe atmen auf: Für Diesel gibt’s ab Januar wieder 21,48 Cent pro Liter als Steuererstattung. Ob das alles am Ende die erhofften Effekte bringt? Das bleibt, wie immer bei Neujahrsplänen, offen.

Das Jahr 2026 markiert einen bedeutenden Wendepunkt für zahlreiche gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen: Neben der Anhebung des Mindestlohns auf 13,90 Euro und Verbesserungen beim Minijob-Limit stehen auch steuerliche Entlastungen für die Landwirtschaft sowie Schritte zur Sicherung von Arbeitskräften im Fokus – etwa durch die Aktivrente für Ruheständler und die Befragung junger Menschen zur Wehrbereitschaft. Die politischen Reaktionen auf diese Neuerungen sind gemischt: Während Gewerkschaften und Sozialverbände die Erhöhungen beim Mindestlohn und Kindergeld begrüßen, bemängeln Wirtschaftsvertreter die Belastung kleinerer Betriebe und fürchten die steigenden Lohnkosten. Medien und Experten diskutieren zudem, ob die Preisanpassungen beim Deutschlandticket und die energiepolitischen Maßnahmen (wie Zuschüsse zu Netzentgelten und das Ende der Gasspeicherumlage) tatsächlich Verbraucher sowie Wirtschaft effektiv entlasten, oder ob hier (wie so oft) komplizierte Abstimmungsprozesse zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen. Gerade beim Thema Wehrpflichtformation melden sich Stimmen, die diese sanfte Rückkehr zu militärischer Erfassung skeptisch sehen, während andere den Schritt für sicherheitspolitisch notwendig halten. Wirtschaftliche Details und Stimmen aus den betroffenen Branchen unterstreichen die Vielschichtigkeit der Änderungen, etwa die Diskussionen um die langfristigen Effekte der steuerlichen Diesel-Subventionen. Recherche aus aktuellen deutschen Medien (Stand: nach 48 Stunden): 1. Die Diskussionen rund um das Deutschlandticket drehen sich vor allem um die Finanzierungslücke: Das Ticket bleibt trotz Preiserhöhung ohne langfristige Sicherung, was zu Unsicherheit bei Pendlern, Ländern und Verkehrsverbünden führt. Außerdem wird befürchtet, dass die steigenden Preise das Ziel der Verkehrswende konterkarieren könnten. Zwar hilft der Bund erneut mit Zuschüssen, die technischen und strukturellen Probleme bleiben aber ungelöst (Quelle: SPIEGEL). 2. Im Bereich Wehrpflicht und Bundeswehr herrscht Streit: Nach dem Vorstoß für einen Fragebogen zur Motivation für den Wehrdienst melden sich Verteidigungsexperten und Politiker verschiedener Parteien, die Pläne unterschiedlich bewerten – von einer „versteckten Reaktivierung der Wehrpflicht“ ist ebenso die Rede wie von einer überfälligen Reform der Bundeswehrstruktur. Gesellschaftlicher Rückhalt und Organisation werden kritisch hinterfragt (Quelle: DIE ZEIT). 3. Die Erhöhung des Mindestlohns stößt auf geteiltes Echo: Gewerkschaften begrüßen die Steigerung, Arbeitgeber und Branchenverbände sehen durch die Lohnsteigerungen jedoch eine erhebliche Belastung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Zudem wird eine mögliche Preissteigerung in Gastronomie und Einzelhandel als Nebeneffekt diskutiert (Quelle: Süddeutsche Zeitung).

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