Bundespräsident Steinmeier hebt in seiner Rede zwei zentrale Aspekte hervor: die Wichtigkeit einer offenen, respektvollen Debattenkultur und das Festhalten an gemeinsamen Werten, besonders in Krisenzeiten. Mit Blick auf die Ukraine erinnert er uns daran, dass Solidarität keine Grenzen kennt, sondern Teil europäischer Verantwortung bleibt. Im aktuellen politischen Klima Europas – und angesichts drängender globaler Krisen – wirken seine Worte mitunter fast altmodisch, aber sie zielen wohl genau deshalb auf das, was zu oft im Alltagslärm untergeht: Grundvertrauen, Kompromissbereitschaft und der Glaube an den Wert des Miteinanders. Erweitert betrachtet, finden sich zu diesem Thema zahlreiche Stimmen in den deutschen Medien. Jüngste Berichte von taz, FAZ und ZEIT thematisieren die Auswirkungen gesellschaftlicher Spaltung, das Ringen um europäische Geschlossenheit sowie die Herausforderungen im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg. Viele Kommentatoren heben hervor, dass in einer Zeit multipler Krisen nicht nur politische, sondern auch persönliche Resilienz gefragt ist. Die Frage, wie man miteinander sprechen und gemeinsam handeln kann, rückt dabei wieder mehr ins Zentrum der öffentlichen Debatte. Steinmeiers Appell scheint also keine neue Idee, sondern die überfällige Erinnerung an einen demokratischen Grundkonsens.
24.12.25 00:04 Uhr