Stromausfall in Berlin: Grünen-Chef wettert gegen Minister Dobrindt

Nach dem Anschlag auf Berlins Stromversorgung äußert sich Grünen-Vorsitzender Felix Banaszak scharf zum Verhalten von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und prangert dessen Haltung zum Schutz kritischer Infrastrukturen an.

07.01.26 05:02 Uhr | 14 mal gelesen

Alexander Dobrindt, der derzeitige Bundesinnenminister, war jüngst mit der Warnung vor einer möglichen Welle linksextremer Gewalt an die Öffentlichkeit getreten und forderte umfassende Erweiterungen der Befugnisse für Polizei und Sicherheitsbehörden. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Grünen-Bundesvorsitzender Felix Banaszak platzte laut "Bild" beinahe der Kragen. Er kritisierte Dobrindt für sein – so wörtlich – 'Nichtstun' und forderte konkretes Handeln anstelle leerer Wortgefechte aus der Ferne. Man brauche jetzt keine Debatten um Kompetenzerweiterungen, sondern unmittelbare Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Besonders betont Banaszak, der Bevölkerungsschutz sei explizit Dobrindts Aufgabe – gerade in so einer akuten Lage sollte man endlich gemeinsame Lösungen voranstellen, statt parteipolitisch zu poltern. Und was den eigentlichen Vorfall betrifft: Er sieht dringenden Aufklärungsbedarf bezüglich der Tätergruppe, die den Angriff auf das Stromnetz verübt haben soll. Dass dem Innenministerium immer noch kein klares Bild dieser "Vulkangruppe" vorliege – nach mehreren gefährlichen Vorfällen in den letzten Jahren –, hält Banaszak für nicht hinnehmbar. Im Kern lautet seine Forderung: Weniger Show, mehr Substanz, und vor allem – Sicherheit für die Menschen vor Ort. Vielleicht wäre es gar nicht so verkehrt, einmal vom Reden ins Handeln zu kommen.

Der jüngste Stromausfall in Berlin, ausgelöst durch einen gezielten Anschlag auf das Stromnetz, hat eine politische Auseinandersetzung zwischen dem CSU-Innenminister Alexander Dobrindt und dem Bundesvorsitzenden der Grünen, Felix Banaszak, entfacht. Während Dobrindt vor einem Erstarken linker Gewalttäter warnte und eine Aufstockung der Sicherheitskräfte forderte, warf Banaszak ihm Passivität und mangelndes Engagement beim Schutz der kritischen Infrastruktur vor. Laut Banaszak gebe es seit Jahren gefährliche Aktionen der sogenannten "Vulkangruppe", jedoch fehle dem Innenministerium nach wie vor eine effektive Strategie zur Bekämpfung dieser Bedrohung – die Diskussion um die Sicherheit kritischer Netze steht damit stellvertretend für den größeren Streit um staatliche Reaktion auf politische Extremismusgefahren. In aktuellen Artikeln der überregionalen Presse wird dieser Fall auch genutzt, um über generelle Schwächen des deutschen Katastrophenschutzes, Defizite im Infrastrukturmanagement und die erhöhten Anforderungen durch wachsende digitale Angriffsflächen zu diskutieren. Zudem steht das politische Kräftespiel zwischen Regierungsparteien und Opposition seit dem Vorfall im Fokus, wobei Forderungen nach mehr Maßnahmen, Transparenz sowie Prävention laut werden. Insgesamt zeigt sich ein wachsender gesellschaftlicher Druck, konkrete Lösungen statt politischer Schuldzuweisungen zu liefern.

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