Der jüngste Stromausfall in Berlin, ausgelöst durch einen gezielten Anschlag auf das Stromnetz, hat eine politische Auseinandersetzung zwischen dem CSU-Innenminister Alexander Dobrindt und dem Bundesvorsitzenden der Grünen, Felix Banaszak, entfacht. Während Dobrindt vor einem Erstarken linker Gewalttäter warnte und eine Aufstockung der Sicherheitskräfte forderte, warf Banaszak ihm Passivität und mangelndes Engagement beim Schutz der kritischen Infrastruktur vor. Laut Banaszak gebe es seit Jahren gefährliche Aktionen der sogenannten "Vulkangruppe", jedoch fehle dem Innenministerium nach wie vor eine effektive Strategie zur Bekämpfung dieser Bedrohung – die Diskussion um die Sicherheit kritischer Netze steht damit stellvertretend für den größeren Streit um staatliche Reaktion auf politische Extremismusgefahren. In aktuellen Artikeln der überregionalen Presse wird dieser Fall auch genutzt, um über generelle Schwächen des deutschen Katastrophenschutzes, Defizite im Infrastrukturmanagement und die erhöhten Anforderungen durch wachsende digitale Angriffsflächen zu diskutieren. Zudem steht das politische Kräftespiel zwischen Regierungsparteien und Opposition seit dem Vorfall im Fokus, wobei Forderungen nach mehr Maßnahmen, Transparenz sowie Prävention laut werden. Insgesamt zeigt sich ein wachsender gesellschaftlicher Druck, konkrete Lösungen statt politischer Schuldzuweisungen zu liefern.
07.01.26 01:03 Uhr