Der Anschlag auf das Stromnetz Berlins hat die Debatte um die Sicherheit kritischer Infrastruktur in Deutschland erneut entfacht. PKGr-Chef Henrichmann sieht dringenden Handlungsbedarf bei Behörden und politischen Entscheider*innen, nicht zuletzt weil die Gefahr von Sabotageakte – teils auch im Kontext geopolitischer Spannungen – in den letzten Monaten deutlich gewachsen ist. Laut aktuellem Lagebild (z.B. vom BSI und Verfassungsschutz) rücken Angriffe auf Energie-, Wasser- und Kommunikationsnetze immer stärker in den Fokus, wobei Ermittler:innen zunehmend von einer Professionalisierung und internationalen Vernetzung der Täter*innen ausgehen. Gerade die Kombination aus digitalen und physischen Angriffspunkten bereitet den Behörden Sorge, weshalb neue defensive Maßnahmen – wie Rückfallebenen, Echtzeiterkennung und verbesserte Kooperationen – intensiv diskutiert werden. Gleichzeitig werden Vorwürfe laut, dass Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Behörden, Betreibern und Ministerien teils noch zu unklar verteilt seien, was in Krisensituationen zu Verzögerungen führen könnte. Generell herrscht in aktuellen Expertenstatements aus den letzten 48 Stunden Einigkeit darüber, dass die deutsche Infrastruktur an einem Wendepunkt stehe: Ohne schnelles und koordiniertes Handeln drohen – so der Tenor – langfristige Schwachstellen.