Am 27. Juni 2026 ist es so weit: Das Thermometer droht mit 44 Grad förmlich zu explodieren, und auch nachts bleibt es brüllend heiß. Für viele ein Rezept zum Verzweifeln – aber der SWR schaltet auf Arktis-Modus. Die 'Kühlnacht' soll Abkühlung ins Wohnzimmer bringen, wenn schon nicht real, dann wenigstens mental.
Die Redaktion packt zur Sommerhitze eimerweise Schnee und Eis ins TV-Programm. Von Südtiroler Gletschern, klirrend kalten Schwarzwaldtälern bis zu gefrorenen Bahngleisen im Waadtland gibt’s eine audiovisuelle Winterreise – fast wie Eiswürfel für den Kopf. „Wenn draußen alles glüht, machen wir eben einen Kurzurlaub in die Kälte“, grinst SWR-Programmchef Philipp Bitterling. „Nicht immer muss Fernsehen klimafest und ernst sein – heute darf’s einfach mal Spaß machen.“
Das Line-up liest sich wie die To-Do-Liste einer frostverliebten Reiseagentur: Wintermärchen in Südtirol (23:35 Uhr), Arktis-Abenteuer mit Alexander Gerst (1:05 Uhr), Hüttenzauber, Schlittenpartys, verschneite Schwarzwald-Ausflüge, Bahnromantik im Schnee – bis hin zu Reisetipps für den Winter am Feldberg. Die Hoffnung: Selbstredend bleibt die Temperatur im Zimmer gleich, aber das Hitzegespenst verliert mit jeder Eislandschaft ein wenig an Macht. Für Bilder gibt’s hier Nachschub, weiterführende Infos lassen sich hier nachklicken.
Pressekontakt? Felix Oser, E-Mail: felix.oser@SWR.de.
Der SWR reagiert kreativ auf die ungewöhnliche Hitzewelle Ende Juni 2026 und will Zuschauer*innen mit Frost-Impressionen quer durch Europa und bis in die Polargebiete hinwegtrösten – das ist zwar keine neue Erfindung (etwa gibt es VR-Brillen mit Schneelandschaften schon längst für hitzegeplagte Großraumbüros), aber für das lineare Fernsehen ist es dennoch eine auffällige Aktion. Die 'Kühlnacht' macht damit auch auf klimatische Extreme und den steigenden Alltagsdruck aufmerksam, und setzt ihm bewusst humorvolle Eskapismus-Formate entgegen – nicht jeder will gerade jetzt eine endlose Hitze-Debatte sehen. Darüber hinaus berichten mehrere Medien aktuell über ungewöhnliche Wetterkapriolen in Europa: Beispielsweise melden taz und FAZ verstärkte Hitzewellen und deren Folgen auf die Gesundheit, aber auch auf Landwirtschaft und Alltagsleben in Deutschland – verbunden mit Appellen, sich individuell und gesellschaftlich besser auf solche Sommer vorzubereiten.