Abstammungsrecht: Lesbische Paare sollen gleichgestellt werden
Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) setzt sich dafür ein, dass das Abstammungsrecht modernisiert wird, damit Kinder von zwei Frauen rechtlich von Anfang an zwei Mütter haben können.
Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) setzt sich dafür ein, dass das Abstammungsrecht modernisiert wird, damit Kinder von zwei Frauen rechtlich von Anfang an zwei Mütter haben können.
Nach ihrem geplatzten Anlauf auf einen Posten am Bundesverfassungsgericht sieht die Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf keinen Grund, sich aus den gesellschaftlichen Diskussionen zurückzuziehen – im Gegenteil.
Die Zukunft im höchsten Amt der Bundesrepublik? Laut einer aktuellen Forsa-Befragung interessiert es die meisten Deutschen herzlich wenig, ob nach Bundespräsident Steinmeier eine Frau oder ein Mann folgt.
SPD-Vizechef Alexander Schweitzer betont, dass endlich eine Frau das höchste Amt im Staat übernehmen sollte – für ihn ein lange überfälliges Signal in Sachen Gleichberechtigung.
Zwar steigt die Zahl der Frauen in Führungspositionen leicht, aber sie bleibt deutlich hinter ihrem Anteil an der gesamten Erwerbsbevölkerung zurück – gerade mal knapp jede dritte Leitungsstelle ist inzwischen weiblich besetzt.
Seit der Einführung 2007 ist das Elterngeld beinahe ein Drittel weniger wert – neue Pläne der Regierung könnten für viele Eltern zusätzliche Belastungen mit sich bringen.
Ricarda Lang, bekannt als frühere Parteivorsitzende der Grünen und Expertin für Sozialpolitik, bringt zum Ausdruck, was viele junge Familien befürchten: Die geplante Elterngeld-Reform der Bundesregierung trifft ihrer Ansicht nach genau die Falschen.
Obwohl Frauen in Deutschland die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen, sitzen im Bundestag weiterhin überwiegend Männer. Ein Zusammenschluss von fast 100 zivilgesellschaftlichen Gruppen pocht am zweiten deutschlandweiten Aktionstag #ParitätJetzt erneut auf ein Wahlrecht, das gleiche Chancen für alle Geschlechter garantiert – 50% Frauen im Bundestag, nicht weniger.
Ein Großteil der SPD-Fraktion im Bundestag fordert deutliche Schritte hin zu einem Wahlrecht, das Frauen und Männer gleichermaßen im Parlament abbildet.
Berlin steht mal wieder im Zeichen politischer Diskussionen: Während im Bundestag über eine Reform des Wahlrechts gestritten wird, gerät das Thema Gleichstellung ins Rampenlicht. Eigentlich ist vollkommen klar, was auf der Agenda steht: das Recht auf faire Teilhabe für Frauen – längst überfällig, nur scheint es in der Politik immer noch umstritten zu sein. Eine Wahlrechtsänderung ohne klare Paritätsregelung? Damit droht der Frauenanteil – derzeit mickrige 32,4 Prozent – endgültig den Bach runterzugehen, zumal der politische Wind vielerorts von rechts weht.