Die Stimmung an der Wall Street erinnerte irgendwie an ein Wetter, bei dem man morgens nicht weiß, ob man den Regenschirm einpacken soll oder nicht. Am ersten Handelstag legte der Dow Jones einen soliden Start hin und schloss mit einem spürbaren Plus von 0,7 Prozent bei 48.382 Punkten. Im Vergleich dazu kam der S&P 500 nur langsam vom Fleck, immerhin mit einem kleinen Zugewinn von 0,2 Prozent bei etwa 6.858 Punkten – ein Resultat, bei dem man sich fragt, ob der Kurs überhaupt so recht weiß, wohin er will. Die Tech-Schmiede an der Nasdaq hatte derweil ein Rücksetzerchen zu verkraften; hier notierte der Nasdaq 100 kurz vor Handelsschluss 0,2 Prozent tiefer bei etwa 25.206 Punkten. Wer allerdings alles überstrahlte, war einmal mehr Tesla – bloß aus falschem Grund. Der E-Auto-Pionier musste einen kräftigen Dämpfer bei den Auslieferungen hinnehmen: Im Vergleich zum Vorjahresquartal sackten die Zahlen um stolze 15 Prozent ab, nur 418.227 Fahrzeuge fanden im vierten Quartal 2025 neue Besitzer. Dass Tesla damit nun schon das zweite Jahr in Folge die eigene Wachstums-DNA vermissen lässt, dürfte so manchen Investor nachdenklich stimmen. Über das gesamte Jahr hinweg musste das Unternehmen einen Minus von etwa acht Prozent in den Auslieferungen verbuchen. Sprünge gab es auch an den anderen Märkten: Während der Euro gegen Abend Richtung 1,17 US-Dollar fiel (gefühlter Kater nach Silvester?) und für einen Dollar 0,85 Euro zu zahlen waren, entwickelte sich Gold still und heimlich zum Sieger im Hintergrund – eine Feinunze kletterte auf 4.331 US-Dollar, das entspricht rund 119 Euro pro Gramm. Öl wiederum war ein kleines bisschen günstiger zu haben: Die Brent-Sorte notierte am späten Freitagabend bei 60,74 US-Dollar je Barrel – ein leichter Rückgang, aber nichts, was den großen Zapfenstreich nötig macht.
Die amerikanischen Börsen starteten das Jahr mit gemischten Gefühlen: Während der Dow Jones seinen Vorsprung ausbauen konnte, blieben S&P 500 und Nasdaq eher zurückhaltend – ein Spiegelbild der Unsicherheiten rund um Zinspolitik und Konjunkturprognosen. Besonders im Fokus stand Tesla, dessen Einbruch bei den Auslieferungszahlen nicht nur Analysten, sondern auch zahlreiche Börsenbeobachter überraschte und erneut Zweifel an der nachhaltigen Wachstumsstory des Unternehmens aufkommen lässt; hinzu kommen zunehmende Wettbewerbs- und Margensorgen im E-Auto-Markt, angefacht durch Preiskämpfe, schärfer werdende Konkurrenz und eine inflationsbedingt zurückhaltende Konsumnachfrage (vgl. t3n, The Local). Parallel bewegten sich die Währungen und Rohstoffmärkte nur moderat: Gold profitierte – nicht selten ein Zeichen nervöser Märkte – während Öl (Brent) einen leichten Rückgang verzeichnete, begleitet von geopolitischen Unsicherheiten sowie Erwartungen bezüglich Angebots- und Nachfrageschwankungen. Neue Impulse könnten bereits bald durch die beginnende Berichtssaison und mögliche politische Entwicklungen, etwa mit Blick auf die Zinsentscheidungen der US-Notenbank und den Handelsstreit mit China, kommen.