Tream stürmt mit „Stammtischparolen“ an die Chart-Spitze

Rapper und Partyschlager-Profi Tream erobert mit seinem neuen Album die Führung der deutschen Charts – eine bemerkenswerte Mischung aus Beats und Feierlaune.

heute 15:44 Uhr | 5 mal gelesen

Am Freitag vermeldete die GfK offiziell: Treams Album „Stammtischparolen“ thront auf Platz eins der deutschen Albumcharts. Spannend: Altbekannte wie Rapper Ssio schieben sich mit seiner Vinyl-Rückkehr „BB.U.M.SS.N.“ auf Rang zwei, während BTS mit „Arirang“ einen Satz von Platz fünf auf drei macht. Insgesamt vier Frischlinge mischen sich in die aktuelle Top 10 – mit dabei sind OK Kid aus Hessen („Komm, wir bleiben stehen“, Platz 5), die norwegischen Metal-Bands Dimmu Borgir („Grand Serpent Rising“, 6), sowie Blumfelds neue Compilation und Maisie Peters mit ihrem Singer-Songwriter-Album auf Position neun und zehn. In den Single-Charts war die Freude für Eurovision-Siegerin Dara nur von kurzer Dauer: Bereits nach einer Woche löst das Duo Justin Bieber & Nicki Minaj sie mit „Beauty and a Beat“ wieder an der Spitze ab, während „Bangaranga“ auf Rang sechs abtaucht. Auffällig außerdem: Anlässlich des neuen Michael-Jackson-Films feiern zwei seiner Klassiker – „Billie Jean“ und „Beat It“ – ein unerwartetes Comeback und steigen prompt wieder ein. Den markantesten Neueinstieg landet Olivia Rodrigo mit „The Cure“ auf dem achten Platz. Grundlage für diese Ranglisten sind laut GfK Entertainment monatliche Auswertungen, die angeblich rund 90 Prozent aller Musikverkäufe in Deutschland abdecken.

Tream hat sich mit seinem Album „Stammtischparolen“ ganz nach oben in die offiziellen deutschen Album-Charts katapultiert. Wie die GfK mitteilt, gibt es dieses Mal eine bunte Mischung aus Hip-Hop, Metal, Pop und Rock in den Top 10, wobei sowohl Rückkehrer als auch Neuzugänge ihren Platz finden. Hinter den tagesaktuellen Charts verbergen sich jedoch auch Trends: Der Einfluss von Streaming wächst weiter, und durch große Dokumentationen oder Biopics – wie jüngst bei Michael Jackson – erleben Klassiker immer wieder neue Höhenflüge, was den Retro-Trend im Musikbusiness verdeutlicht. Mehrere Medien, u.a. FAZ, Spiegel und Zeit, berichteten in den vergangenen Tagen über den wachsenden Einfluss multipler Musikrichtungen in den deutschen Charts und den Wandel durch Streamingplattformen, die weniger vorhersehbare Bewegungen ermöglichen und auch internationalen Acts wie BTS, Maisie Peters oder Olivia Rodrigo immer wieder Sprünge nach oben bescheren.

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