Trumps Weihnachtswünsche greifen erneut politische Gegner an

Mit markigen Worten adressiert Donald Trump seine Weihnachtsbotschaft – selbst der politische Gegner bekommt einen Gruß ab.

25.12.25 01:44 Uhr | 86 mal gelesen

Man könnte meinen, Weihnachten wäre ein Moment der Ruhe, des Innehaltens. Für Donald Trump jedoch offenbar nicht – sein Weihnachtsgruß birst erneut vor Spitzen gegen linke Gruppen. Auf seiner Plattform 'Truth Social' schrieb er am Abend vor dem Fest: „Frohe Weihnachten an alle, sogar an den radikalen linken Abschaum, der unser Land zerstören will, aber jämmerlich scheitert.“ Das klingt beinahe wie ein sarkastisches Weihnachtsgedicht. Im Anschluss lobt Trump seine eigene Politik in einer Aufzählung fast messianischer Errungenschaften: geschlossene Grenzen, ein Verbot von Männern im Frauensport, Einschränkungen für Transmenschen, eine harte Linie bei der Strafverfolgung. Seine Worte suggerieren: Die USA seien gerade so gut wie nie zuvor – Rekordwerte bei Börse und Renten, fantastische Wirtschaftsdaten, kaum Kriminalität und keine Inflation. Sogar seine Zölle preist er als Garant für Reichtum und Sicherheit an – mit Zahlen, bei denen selbst Zahlenakrobaten ins Grübeln kommen könnten. Sei es, wie es sei: Am Ende wähnt Trump das Land unter seinem Einfluss wieder respektiert, vielleicht sogar mehr denn je. Dass seine Worte dabei alles andere als versöhnlich, sondern eher polarisierend ausfallen – geschenkt. So ganz ohne Seitenhieb geht es eben nie.

Donald Trumps diesjährige Weihnachtsbotschaft nutzt der ehemalige US-Präsident erneut, um seine politischen Gegner scharf zu attackieren – kaum verborgen hinter weihnachtlichem Pathos. Seine Bemerkungen spiegeln den gegenwärtigen Ton in der amerikanischen Gesellschaft wider: Das Weihnachtsfest wird politisch instrumentalisiert. Während Trump selbst sich als Macher inszeniert, der das Land zu historischen Erfolgen geführt habe, bleibt sein Narrativ hochumstritten – etwa bei Wirtschafts- und Kriminalitätsstatistiken, die von offiziellen Quellen unterschiedlich bewertet werden. Neueste Analysen mehrerer US-Medien weisen darauf hin, dass Trumps Erfolgsbilanz selektiv ausgewählt und teils überhöht dargestellt wird. Besonders heftig diskutiert werden seine Angriffe auf die LGBTQ+-Community und politische Linke, was einmal mehr die tiefe Spaltung innerhalb der amerikanischen Gesellschaft deutlich macht. Jüngste Reaktionen in den sozialen Netzwerken zeugen von einer polarisierten Stimmung: Während einige seine Botschaft feiern, kritisieren andere scharf die Art und Weise, wie er an einem Feiertag erneut Hass sät. In den letzten Stunden haben renommierte Journalist:innen von CNN, NPR und der New York Times in ihren Analysen betont, wie sehr solche Äußerungen nicht zur gesellschaftlichen Befriedung, sondern vielmehr zu neuerlichen Konflikten beitragen.

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