Türkei: Nachhaltigkeit im Reisefieber

Wien – Das Bedürfnis nach umweltbewusstem Reisen erlebt aktuell einen regelrechten Boom. Der laut Booking.com prognostizierte Travel & Sustainability Report 2026 betont, dass mittlerweile 85 Prozent der internationalen Urlauber nachhaltige Aspekte beim Reisen ausdrücklich priorisieren. Kein Wunder also, dass die Türkei sich in der neuen Travel Green List 2026 doppelt behaupten kann.

heute 10:16 Uhr | 2 mal gelesen

Wien – Seltsam eigentlich, wie schnell sich die Welt der Urlaubswünsche dreht. Plötzlich wollen alle mit gutem Gewissen reisen, der Planet soll bitteschön nicht unter Splittbrötchen und Carbonabdruck leiden, sondern kann ruhig mal durchatmen. Die Zahlen sprechen da Bände: Im Travel & Sustainability Report 2026 von Booking.com outen sich satte 85 Prozent aller Befragten als grün-denkende Reisende. Und? Überraschung – die Türkei taucht auf der Travel Green List 2026 gleich doppelt als nachhaltige Destination auf. Auffällig: Das Land setzt eigene Akzente, etwa mit der ersten „Türkischen Nachhaltigkeitsinitiative für Umwelt und Kultur“. Aber auch Birgi, ein ziemlich entschleunigtes Dörfchen in der Ägäis, schaffte es als „grünes“ Vorzeigereiseziel auf die Bühne. Radfahren? Klar, warum nicht! Die Türkei bietet Fahrradrouten von ganz gemächlicher Weinberg-Panorama-Fahrt bis hin zu echten Schotter-Teststrecken für Abenteuerlustige. Klingt nach Muskelkater, aber auch nach echtem Wind um die Nase. Dazu gibt’s fahrradfreundliche Unterkünfte, Reparaturmöglichkeiten und manchmal sogar besonderes Menü für Radler. Wer lieber auf Schusters Rappen unterwegs ist, kann auf gut ausgeschilderten Pfaden durch Nationalparks wie Uludağ oder dem legendären Lykischen Weg wandern – eine unendliche Etappe zwischen Meer, Bergen und uralten Steinen. Freunde von Flora und Fauna müssen sich nicht mal lange langweilen: Wildpferde in Kappadokien, Zugvogelspektakel an den Mittelmeerküsten oder die legendären Karettschildkröten an einsam geschützten Stränden wie Patara – hier lässt sich die Natur in allen Varianten bestaunen. Gefahr, sich zu langweilen? Null. Wer dann noch Geschichte spüren will, nimmt eine der vielen Kulturrouten: Von antiken Thermen entlang der europäischen Keramikstraße bis zu UNESCO-geschützten Sehenswürdigkeiten. Dörfer wie Safranbolu mit ihren alten Häusern oder die eigenartigen Knopfhäuser von Ormana bringen einen direkt ins Herz türkischer Handwerkskunst und Essenskultur. Apropos: Abseits von Döner- und Grillklischees gibt es eine erstaunliche Bandbreite regionaler Spezialitäten – und altüberlieferte Weinkultur gleich inklusive. Von der Ägäisküste bis Kappadokien wachsen uralte Rebstöcke, aus denen Winzerfamilien schon ewig ihr Einkommen ziehen. Wer’s genauer wissen will, findet noch mehr Anregungen und Fotos auf den einschlägigen Seiten. Fazit: Nachhaltiges Reisen in der Türkei ist weit mehr als ein modisches Etikett – es ist ein Potpourri aus Erleben, Genießen, Bewahren und eben auch ein bisschen Staunen.

Die Türkei profiliert sich als eine der spannendsten Destinationen für nachhaltigen Tourismus in Europa. Neben landschaftlicher Vielfalt und historischer Tiefe stechen vor allem die Initiativen hervor, die sowohl Umweltschutz als auch den Erhalt von Kultur und Tradition betonen. Laut taz.de erhält die Türkei speziell in Bezug auf ihren umfassenden Schutz von Naturreservaten und Biodiversitätsgebieten international Anerkennung. Weiter zeigt die Süddeutsche Zeitung, dass investiert wird, um CO₂-Reduzierung im Tourismussektor zu gewährleisten, beispielsweise durch erneuerbare Energien in Hotels und Verkehrsprojekten. DW.com hebt hervor, dass insbesondere kleine Dörfer wie Birgi von nachhaltigen Förderungen profitieren und sich der Erhalt ursprünglicher Lebensweise auch als Touristenmagnet entpuppt.

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