Überraschender Besuch: Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag – Unionsfraktion erfreut

Sepp Müller, stellvertretender Unionsfraktionschef, äußert sich positiv über die Ankündigung von Ex-Kanzlerin Angela Merkel, auf dem CDU-Parteitag aufzutauchen, und betont ihren prägenden Einfluss auf die Partei.

heute 10:00 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal bringt ein angekündigter Gastbesuch mehr Gesprächsstoff als jede noch so lange Tagesordnung. Die Nachricht, dass Angela Merkel nach einiger Abstinenz den CDU-Parteitag besuchen will, hat auch Sepp Müller, den Vize der Unionsfraktion, aufhorchen lassen. 'Merkel hat Deutschland 16 Jahre geführt – das war nicht immer leicht, aber sie hat unser Land verlässlich durch Krisen gesteuert', erklärte Müller bei 'Frühstart' (RTL/ntv). Rückschau ist für ihn nicht gleich Nostalgie: Natürlich sei nicht jede Entscheidung unter Merkel optimal gewesen, räumt er offen ein. 'In manchen Punkten machen wir heute vieles bewusst anders und hoffentlich besser.' Trotzdem bleibt für Müller klar, dass Merkel für eine Ära der Stabilität steht. Was den Parteitag und die Wiederwahl von Friedrich Merz betrifft, gibt Müller sich optimistisch – das genaue Ergebnis sei weniger entscheidend als die Frage, ob die Partei endlich wieder geschlossen hinter einem Vorsitzenden stehe. Eigentlich ein alter Klassiker: Das berühmte 'Wir-Gefühl', das alle Parteien gerne beschwören, ist auch für Müller ein zentrales Anliegen.

Sepp Müller freut sich über Merkels angekündigte Rückkehr auf die Bühne des CDU-Parteitags und hebt ihre Führungsstärke während ihrer langen Amtszeit hervor. Er zeigt sich außerdem kritisch rückblickend auf einzelne politische Entscheidungen, sieht in Merkels Kanzlerschaft aber insgesamt eine Zeit der Verlässlichkeit und Stabilität. Was Friedrich Merz' Wiederwahl angeht, setzt Müller auf breite Unterstützung und einen klaren Rückhalt durch die Parteibasis, weniger auf bloße Prozentzahlen. Weitere Recherchen zeigen, dass Merkels Auftritt von Parteifreunden unterschiedlich bewertet wird: Während einige von 'großem Erbe' sprechen, gibt es intern aber auch Stimmen, die fordern, sich stärker von Merkels Kurs zu distanzieren und einen klareren konservativen Standpunkt zu beziehen – gerade im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl. Zudem wird diskutiert, ob Merkels Rückkehr eher als Symbol der Einigkeit verstanden werden sollte oder ob sie ungeklärte innerparteiliche Differenzen sichtbar macht, die unter der Oberfläche weiterhin brodeln. Interessanterweise betrachten Medien wie die FAZ und die Zeit die Frage, ob Merkel überhaupt noch eine Rolle im aktiven politischen Diskurs spielen kann oder ob ihre Zeit schlicht abgelaufen ist – ein Balanceakt zwischen Wertschätzung und Erneuerungsdruck.

Schlagwort aus diesem Artikel