Teo Hentzschel ist nicht nur Gründer von "Sinn und System", sondern ein unbequemer Sparringspartner, wenn es um Website-Wirkung geht. Im Gespräch nimmt er kein Blatt vor den Mund: Den meisten Websites fehle es an Biss, Richtung und echtem Nutzen für das Geschäft. Herr Hentzschel, Sie sagen: 80 Prozent Potenzial werden quasi links liegen gelassen. Was stimmt da nicht?
"Da ist viel Lippenbekenntnis im Spiel. Für viele Firmen ist die Website ein bisschen wie ein Messestand auf einer endlosen Messe – schick, aber leer. Dabei sollte sie Werkzeug sein, Dreh- und Angelpunkt von Vertrieb und Service."
Sein Eindruck: Es wird abgeschaut, herrscht Einheitsbrei, gerade im Mittelstand. Wer sich nur an der Konkurrenz orientiert, wird selbst nie zur Benchmark. "Wer austauschbar bleibt, bleibt auch verzichtbar – gerade im Vertrieb braucht es Kante."
Wo geht's meist schon von Anfang an schief?
"Kaum ist die Seite geöffnet, vergehen entscheidende Sekunden mit inhaltsleeren Phrasen und Standardangeboten. Kein Kunde will ein 'Herzlich willkommen' lesen, sondern wissen: Was bekomme ich, wer sind die, und wofür lohnt sich mein Klick überhaupt?"
Seine Devise: Klarheit, Relevanz, Zielgruppenfokus – sofort, nicht erst nach dem dritten Scroll. Sie sagen, die Website muss wie ein Top-Mitarbeiter funktionieren. Wie sieht das konkret aus?
"Ein Top-Verkäufer fragt, hört zu, sortiert aus und bietet Orientierung. Genau das muss die Website spiegeln, kein aufgesetztes Vertriebsgegrummel, sondern echtes Verständnis aufbauen."
Orientierung statt Offensive, Führung statt Druck, so Hentzschel. Schwache Leads, gestresster Vertrieb – inwiefern sind die Websites schuld?
"Mehr als man denkt. Wertvolle Anfragen gehen verloren, weil der Folgeprozess zu lahm ist. Gerade wenn Nachfragen liegenbleiben, ist der Abschluss meist schon dahin."
Dabei könnten Automatisierung und smarte Online-Prozesse sofort helfen – ohne kalt und unpersönlich zu wirken. "Die Menschen wollen nicht unbedingt sprechen – sie wollen Zuverlässigkeit! KI & Automatisierung sind Wegbereiter, nicht Verhinderer von Kundenbindung."
Beispiel: Wer beim Zahnarzt erst nach drei Anrufen durchkommt, ist genervt – smarte Systeme nehmen hier Druck raus, bieten Lösungen an. Interaktivität auf Websites, warum ist das so ein Hebel?
"Wer klickt, entscheidet – ist emotional dabei. Das schafft Identifikation, mehr Zeit auf der Seite und hebt auch bei Google das Ranking. Die Suchmaschine merkt, ob Menschen engagiert sind."
Auch kostenlose Inhalte sind für Hentzschel Pflicht – das sei wie ein Trailer vor dem Kinofilm: "Man überzeugt nicht mit Versprechungen, sondern mit erlebtem Mehrwert. Wer schon beim ersten Kontakt ein Problem löst, gewinnt Vertrauen."
Standardsoftware? Für manche Firmen Fluch statt Segen: "Software muss dem Unternehmen dienen, nicht umgekehrt. Wer sich zu kompliziert macht, wird unflexibel – das hemmt."
KI-Suchsysteme verändern gerade alles: Seiten müssen verständlich, sprechend, problemorientiert sein – Marketing-Kauderwelsch hilft nicht. Und Barrierefreiheit?
"Wird bald Pflicht. Wer das ignoriert, riskiert nicht nur Klagen, sondern verschenkt Nutzerfreundlichkeit für alle."
Ein Blick voraus: Websites der Zukunft? Hentzschel schwärmt von dialog-orientierten Interfaces — vielleicht mit weniger Schnörkel, aber mit einer klaren Mission: "Der Webauftritt ist Geschäftspartner, nicht Deko." Wer hier mutig denkt, schnappt sich Vorsprung.
Wer jetzt wissen will, ob die eigene Website wirklich performt oder nur hübsch aussieht, findet Hilfe bei Sinn und System: Die Analyse zeigt, an welchen Stellschrauben wirklich gedreht werden kann. Manchmal reicht ein erster, ehrlicher Blick – zum echten Unterschied.
Weitere Infos: sinnundsystem.de
Pressekontakt:
Sinn + System, Inhaber: Teo Hentzschel
Tulpenweg 73, 73527 Schwäbisch Gmünd
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dimaconcept.de
Unternehmen verlassen sich nach wie vor zu oft auf ihre Website als bloße digitale Visitenkarte und ignorieren die Chance, daraus ein leistungsstarkes Vertriebssystem zu entwickeln. Hentzschel plädiert für radikalen Perspektivenwechsel: Inhalte zielgruppengenau auf den Punkt bringen, automatisieren, Interaktion fördern – und Barrierefreiheit als künftigen Standard betrachten. Laut aktuellen Berichten ist der Trend hin zu KI-gestützten, interaktiven, dialogorientierten Websites im deutschen Mittelstand deutlich spürbar, während Kunden vor allem Schnelligkeit, Nutzen und einfache Zugänglichkeit fordern. Große Medien wie die Zeit und faz.net berichten aktuell vom wachsenden Druck auf Unternehmen, ihre digitalen Touchpoints strategisch neu zu denken, da ansonsten Innovationspotenziale und Wettbewerbsvorteile verloren gehen. Auch die Integration von Automatisierung und KI wird zum entscheidenden Faktor, nicht zuletzt, weil immer mehr Kunden zeitnahe, personalisierte Antworten und einfache Prozesse erwarten. Schließlich steigt rechtlicher Druck auf Unternehmen, ihre Online-Angebote barrierefrei zu gestalten, was europaweit neue Standards setzt und innerhalb weniger Jahre zum Ausschlusskriterium werden kann. Die digitale Transformation betrifft sämtliche Branchen – und erfolgreiche Firmen setzen jetzt auf Websites, die verkaufen, beraten und entlasten.