Mit ihrer neuen Strategie plant das Bundesentwicklungsministerium unter Reem Alabali Radovan einen stärker auf wirtschaftliche und geopolitische Interessen ausgerichteten Ansatz, was bei NGOs wie Venro für Unbehagen sorgt. Kritisiert wird vor allem der Eindruck, dass nationale Vorteile – insbesondere für die deutsche Wirtschaft – über das Ziel globaler Gerechtigkeit gestellt werden könnten, während die klassische Rolle der Entwicklungshilfe als Werkzeug zur Verringerung weltweiter Ungleichheit in den Hintergrund rückt. Die Ministerin sieht das anders und argumentiert, angesichts angespannter Haushalte müsse Entwicklungshilfe pragmatischer, flexibler und nachhaltiger ausgerichtet werden, wobei neue Kreditmodelle und eine regionale Fokussierung etwa auf Nordafrika, den Nahen Osten und den Sahel vorgesehen sind. Ergänzende Informationen aus neueren Online-Recherchen: In den letzten Tagen wird die Kürzung der deutschen Entwicklungshilfe in vielen Medien kritisch begleitet; dabei warnen Fachleute und NGOs vor negativen globalen Folgen und einer Erosion des internationalen Rufs Deutschlands als verlässlicher Partner. In mehreren Berichten wird außerdem auf den wachsenden Druck verwiesen, mit begrenzten Mitteln 'mehr Wirkung' zu erzielen – trotz steigender Herausforderungen durch Klimakrise, Konflikte und Migration. Eine aktuelle Debatte kreist auch um die Frage, ob die Neuausrichtung ein Symptom für eine 'Versicherheitlichung' der Entwicklungspolitik ist, bei der Eigeninteressen – etwa im Migrationsmanagement oder in der Rohstoffversorgung – mehr Gewicht erhalten als solidarische Hilfe.