Verdi: Sorge um nachhaltige Rente – Werneke will Absicherung für die Zukunft

Noch bevor die sogenannte Rentenkommission der Bundesregierung ihre Empfehlungen vorlegt, macht Verdi-Chef Frank Werneke Druck: Das Rentenniveau brauche dringend langfristige Sicherheiten – über das Jahr 2031 hinaus.

heute 10:41 Uhr | 4 mal gelesen

Gerade in Ostdeutschland, wo annähernd drei Viertel der Menschen im Alter einzig auf die gesetzliche Rente setzen, ist diese Debatte besonders brisant. Werneke unterstreicht zudem, dass es vollkommen falsch wäre, Gelder aus der gesetzlichen Rentenkasse für eine teilweise Kapitaldeckung abzuzweigen. Die Beitragszahlungen sollten stattdessen kompromisslos in den Erhalt eines stabilen Rentenniveaus fließen. Was er sich stattdessen vorstellen kann? Eine stärkere, verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigen. Das auch und gerade in kleinen Firmen – natürlich mit anständigem Arbeitgeber-Anteil, wie er betont. Was ihm Sorgen macht: Wer nach dem fünfzigsten Lebensjahr arbeitslos werde, finde fast nie zurück in reguläre Jobs. Für Werneke ist daher eine Anhebung des Rentenalters bloße Kosmetik – und im Kern eigentlich eine verdeckte Rentenkürzung.

Werneke fordert vehement, die gesetzliche Rente für die Zukunft zu stärken – besonders für Millionen Menschen, denen sonst Altersarmut drohen würde. Er spricht sich deutlich gegen eine Teilkapitalisierung und für eine verpflichtende betrieblichen Altersvorsorge aus, um auch diejenigen besser abzusichern, die in kleinen Firmen tätig sind. Hintergrund ist die anstehende Rentenreform-Debatte, die besonders aufgrund der demografischen Entwicklung und der Inflation an Dringlichkeit gewinnt. Ergänzend: Die beschlossene Rentenreform sorgte für hitzige Diskussionen zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften. Ein aktueller Beitrag in der "Süddeutschen Zeitung" hebt hervor, dass die demografische Alterung die Rentenkassen zusätzlich belastet (Juni 2024). Auch auf taz.de wird aktuell diskutiert, wie sich eine verpflichtende Betriebsrente auf die soziale Gerechtigkeit auswirken könnte. Laut DW thematisiert die Debatte zunehmend die Zukunftsfähigkeit des Generationenvertrags – mit Blick auf eine sich rasch wandelnde Arbeitswelt.

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