Wadephul steht vor einer nicht ganz einfachen Mission: Vertrauensbildung zwischen Berlin und Washington vor dem Hintergrund wiederaufflammender geopolitischer Konflikte – besonders im Nordatlantik und mit Blick auf die Arktis. In der aktuellen Landschaft, in der China und Russland zunehmend ihre Muskeln spielen lassen und die Interessen in der Polarregion wachsen, versucht Deutschland, als ehrlicher Makler und berechenbarer Bündnispartner aufzutreten. Berichte mehrerer Zeitungen unterstreichen die neue Dringlichkeit des Themas, da der NATO-Gipfel naht und gerade um Arktis und Nordatlantik wieder kräftig gerungen wird – übrigens mit Blick auf Klimafolgen, Handelswege und rohstoffreiche Flächen. Wadephuls Gespräch mit Rubio gilt als Signal, die Gesprächskanäle offenzuhalten, auch wenn nicht immer Einigkeit herrscht. Die zunehmende Militarisierung der Region sowie neue Allianzen machen das Gleichgewicht zerbrechlicher, auch politisch. Nach Informationen aus der internationalen Presse spielt darüber hinaus das Verhältnis zu den Vereinten Nationen – ebenfalls angesichts globaler Spannungen – eine größere Rolle. Mindestens geht es um die Verlässlichkeit des westlichen Bündnisses in einer Welt, in der die alte Gewissheit langsam bröckelt. Weitere aktuelle Details aus internationalen Medienverständigen: Seit gestern erklärt die NATO-Führung, bei Fragen der Arktissicherheit stärker gemeinsam agieren zu wollen, unterstreicht jedoch bestehende Interessenkonflikte bei Rohstoff- und Handelsansprüchen. China und Russland seien offiziell als 'Herausforderung' benannt (laut FAZ). Zeitgleich drängt Washington weiterhin auf höhere europäische Verteidigungsausgaben, was gerade in Berlin erneut für Debatten sorgt. Auch thematisieren amerikanische und deutsche Medien zunehmende Desinformationskampagnen in der Nordpolregion, die gezielt Zwietracht unter Bündnismitgliedern säen sollen.