Mit dem geplanten Verkauf des Standorts Bocklemünd vollzieht der WDR einen tiefgreifenden Wandel: Die Entscheidung ist Resultat struktureller und wirtschaftlicher Analysen, die den Unterhalt des Geländes nicht mehr rechtfertigen. Besonders auffällig: Der Medienwandel erzwingt nicht nur einen technologischen, sondern auch einen räumlichen Umbruch. Der Trend der vergangenen Jahre – weniger analoge Studioproduktion, mehr digitale Zusammenarbeit – zeigt sich hier besonders drastisch. Für viele Mitarbeitende ist der Schritt zwiespältig; neben der Unsicherheit entstehen Chancen auf modernere Arbeitsplätze und Zentralität, aber eben auch der Abschied von einem "alten Zuhause" des Senders. Außerhalb des Senders gibt es Spekulationen über die Folgen für die lokale Medienwirtschaft und mögliche Nachnutzungen des Areals, etwa als Mediencampus, Wohnraum oder Gewerbepark. Neuere Recherchen ergaben zudem, dass der WDR bereits seit mehreren Jahren Kosten senkt und sich auf crossmediale Formate konzentriert; der Verzicht auf so große Flächen ist somit auch ein Zeichen für die Entwicklung des gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Richtung Effizienz und Digitalisierung. Aktuelle Berichte zeigen, dass öffentliche Einrichtungen (inklusive Medienhäusern) generell unter Spardruck stehen, und Immobilieneinsparungen gerade im Ballungsraum Köln an Bedeutung gewinnen.
heute 14:27 Uhr