Die jüngsten Zahlen von Creditreform zeigen einen deutlichen Anstieg der Unternehmenspleiten in Deutschland, vor allem der Mittelstand ist betroffen. Als Hauptursachen gelten die Belastung durch hohe Energiepreise, unbewegliche Strukturen und engere Kreditvergabe – Entwicklungen, die laut Wirtschaftsexperten nicht allein auf die aktuelle Politik zurückzuführen sind, sondern auch globale Krisen und strukturelle Veränderungen widerspiegeln. Insbesondere kleinere Betriebe stehen unter Druck; in Branchen wie dem Einzelhandel, der Gastronomie und im produzierenden Gewerbe steigen die Insolvenzen am stärksten. Hinzu kommt, dass auch große Unternehmen wie Galeria Karstadt Kaufhof oder Bilfinger von Restrukturierungen oder Insolvenzverfahren betroffen sind. In den Medien und bei Wirtschaftsinstituten wird betont, dass auch geopolitische Unsicherheiten, Lieferkettenprobleme und die Nachwirkungen der Coronapandemie eine gewichtige Rolle spielen. Die Debatte in der politischen Landschaft bleibt hitzig, wobei FDP und CDU unterschiedliche Lösungen fordern: Während die einen für Bürokratieabbau und Steuerermäßigungen plädieren, sehen andere in stärkerer Transformation und staatlicher Unterstützung den Rettungsanker. Allgemein wird die wirtschaftliche Situation in Deutschland weiter als ausgesprochen angespannt bewertet, wobei erste Erholungsanzeichen auf mittlere Sicht kaum sichtbar sind.
08.12.25 14:29 Uhr