Werner Herzog: Ein deutscher Mythos im Ausland – ein SWR Kultur Podcast

Der gebürtige Bayer und legendäre Filmregisseur Werner Herzog bekomme endlich seinen eigenen Podcast. Worum es dort geht, warum Herzog zum Internetphänomen wurde – und wieso er hierzulande eigentlich ein Geheimtipp bleibt.

heute 16:20 Uhr | 5 mal gelesen

Werner Herzog, das ist so ein Fall: In Deutschland längst eher ein Name für Cineastinnen und Leute, die sich mit Film(historie) beschäftigen – in den USA dagegen ein Popkulturphänomen, das in Simpsons-Folgen mitmischt, ein Meme auf Tiktok ist und plötzlich als cooler Großvater im medialen Rampenlicht steht. Es ist schon merkwürdig: Da hat einer Filme wie 'Fitzcarraldo', 'Aguirre, der Zorn Gottes' und etliche abseitige Dokus ins Leben gerufen und wird im eigenen Land doch oft übersehen. Der Podcast 'Werner Herzog – zu groß für Deutschland', ab 22. April in der ARD Sounds App, spürt genau diesem Widerspruch nach. Host Max Osenstätter geht Fragen nach wie: Was macht Herzogs Erzählstimme, seine Perspektive auf die Welt und den berühmten Wahnsinn seiner Sets aus? Und wie kommt es, dass der 83-Jährige heute zum Social-Media-Star avanciert, während in Bayern kaum jemand seine legendäre Dschungelwanderung kennt? In sechs Folgen gibt’s O-Töne von Weggefährten, Anekdoten – zum Beispiel wie Herzog einst zum Amüsement der Filmwelt seinen Schuh verspeist hat – und Blicke hinter die Kulissen. Es geht vorbei an abenteuerlichen Drehs, missverstandenen Statements und den ganz eigenen Lebensphilosophien dieses Ausnahmetalents. Wer mal wissen will, wie Deutschlands seltsamster Welterklärer plötzlich überall zum Kult wurde – reinhören lohnt sich. Und ehrlich gesagt, ein bisschen Neugier auf Herzogs Skurrilitäten bleibt nach dem Trailer sowieso hängen. Mehr Infos, Fotos oder Kontakte? Einfach mal auf der SWR-Website nachschauen oder direkt die Pressestelle anhauen – manchmal lohnt sich der Griff zu persönlichen O-Tönen wirklich.

Werner Herzog wird mit einem neuen Podcast des SWR Kultur gewürdigt, der ab dem 22. April verfügbar ist. Die Serie beschäftigt sich mit Herzogs ungewöhnlicher Karriere – von seinen ikonischen, teils aufreibenden Spielfilmen der 1970er und 1980er bis hin zu seiner späten Popularität in den USA als exentrischer Dokumentarfilmer und Popkultur-Ikone. In Deutschland bleibt sein enormer Einfluss indessen meist nur Fachpublikum und Fans vertraut, während er international neue Generationen fasziniert und mit seinem Humor sowie seiner Existenzialismus-Poesie Kultstatus genießt. Ein Blick in die aktuellen Medien zeigt, dass das Verhältnis zwischen deutschem Kulturerbe und internationaler Anerkennung immer wieder zu Diskussionen anregt. Erweiterte Recherche: Laut der Süddeutschen Zeitung hat Herzog jüngst mit seiner Autobiografie „Jeder für sich und Gott gegen alle“ von sich reden gemacht und dabei erneut sein Außenseiterimage zwischen Hochkultur und Popmythos betont. Die ZEIT reflektiert aktuell über den steigenden Einfluss deutscher Künstler*innen im Ausland und wie Instagram-Memes und Podcasts neue Wege öffnen, diesen wiederzuentdecken. Die taz wiederum beleuchtet, wie sich speziell Herzog durch kompromisslose Filmkunst eine nie versiegende Neugier auf das Absurde bewahrt hat und seine Stimme für immer mehr junge Menschen zur Referenz geworden ist.

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