Wenn ich meinen Kassenzettel so betrachte, frage ich mich manchmal, wohin das ganze Geld eigentlich verschwindet. Das Statistische Bundesamt wirft da mit Zahlen um sich: Ein Fünftel der deutschen Lebensmittelausgaben fließt – als mal bildlich gesprochen – direkt in Fleisch und Fischprodukte. 22 Prozent für steak, Bratwurst, Forelle und all das, woran viele Leute eher selten sparen.
Interessanterweise bedienen wir uns ebenso fleißig an den Regalen mit Mehl, Brot, Nudeln, Milch, Butter, Käse und Eiern – für beide Kategorien jeweils 17 Prozent. Gemüse und Kartoffeln stehen mit 14 Prozent immerhin noch auf dem Treppchen, gefolgt von Obst und Nüssen (bei mageren 9 Prozent). Der süße Zahn kostet die deutschen Haushalte wiederum acht Prozent ihrer Essensausgaben.
Und wer jetzt denkt, die Getränke fallen kaum ins Gewicht, der irrt: Rund 75 Euro monatlich werden da locker gemacht. Mehr als die Hälfte entfällt übrigens auf alkoholfreie Alternativen wie Cola oder Wasser – kleine Randnotiz, da kann man auch mal nachhaken, ob das gut für die Umweltbilanz ist. Für Wein, Kaffee, Bier und Tee greifen die Deutschen ebenfalls tief ins Portemonnaie, wobei Bier tatsächlich ‚nur‘ 16 Prozent der Getränkeausgaben beansprucht. Schon irgendwie überraschend, finde ich. Manchmal frage ich mich, ob diese Verteilung in ein paar Jahren noch so aussieht – angesichts von Preissteigerungen, Vegetarismus-Trends und Klimadiskussionen bleibt das vermutlich spannend.
Deutsche Haushalte geben pro Monat im Schnitt 335 Euro für Lebensmittel aus, wovon 22 Prozent auf Fleisch und Fisch entfallen. Bemerkenswert ist, wie ausgewogen sich die Kosten auf weitere Produktgruppen wie Getreide, Milchprodukte, Gemüse und Obst verteilen. Auffällig: Die Ausgaben für Getränke machen mit 75 Euro einen weiteren gewichtigen Posten aus – davon fällt der Löwenanteil auf alkoholfreie Getränke, während Bier, Wein, Kaffee und Tee fast gleichauf liegen. Nach einer aktuellen Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bleibt der Fleisch-Anteil trotz wachsendem Nachhaltigkeitsbewusstsein stabil, wohingegen pflanzliche Alternativen und regionale Produkte stetig beliebter werden. Insbesondere seit 2023 beobachten Marktforscher eine stärkere Preissensibilität bei täglichen Lebensmitteln, getrieben durch Inflation und anhaltende Diskussionen um klimafreundliche Ernährung. Mehrere Medien berichten außerdem, dass der Trend zu weniger Fleisch zwar konstant, aber nicht rasant voranschreitet – und die Getränkegewohnheiten stärker von Altersgruppen und Wohnorten als vom Geldbeutel geprägt werden.