ZDF-Chef Himmler kann bleiben: Intendantenvertrag bis 2032 verlängert

Norbert Himmler wurde mit überragender Mehrheit für weitere fünf Jahre als ZDF-Intendant bestätigt – trotz kritischer Diskussionen um KI-Bilder im Programm.

heute 11:31 Uhr | 2 mal gelesen

Freitagmorgen, ein Konferenzraum voller gespannter Fernsehratsmitglieder – irgendwie fühlt sich so ein Wahlgang jedes Mal wie eine Mischung aus Pflichttermin und Klassenfahrt an. Norbert Himmler, 55 Jahre alt, hat erneut das Vertrauen erhalten: 48 von 53 Stimmen im ersten Durchgang. Das ist mehr als solide, fast schon bezeichnend für das Vertrauen, das man ihm zutraut. Es gab eigentlich sieben formell passende Bewerbungen, aber ernsthaft aufgestellt wurden nur Himmler und die Journalistin Floria Fee Fassihi. Am Ende zog Fassihi ihre Kandidatur wieder zurück. Interessanterweise war Himmlers Wiederwahl nicht frei von Störgeräuschen. Zum Beispiel diese KI-Panne: Vor kurzem wurde im "Heute-Journal" ein KI-generiertes Video gezeigt, das angeblich einen Polizeieinsatz untermauern sollte – eine ordentliche Bruchlandung für den Anspruch auf journalistische Sorgfalt. NRW-Medienminister Liminski (CDU) machte auf der Sitzung unmissverständlich klar: Bilder ohne eindeutige Quelle sollten in Nachrichtensendungen eigentlich nichts zu suchen haben, sonst sägt man den eigenen journalistischen Ast ab. Bettina Schausten, ZDF-Chefin vom Dienst, brachte es auf den Punkt: "Es wäre so leicht vermeidbar gewesen, und genau das macht es so ärgerlich." Und jetzt? Das ZDF präsentiert einen bunten Maßnahmenkatalog – vielleicht eher schlicht und graustufig als bunt: Mehr Weiterbildungen zu KI, klarere Abläufe bei Fremdmaterial, strengere Abnahmeprozesse und nicht zuletzt die Ansage, eine offene Fehlerkultur zu etablieren, damit solche Pannen nicht im stillen Kämmerlein versanden. Himmler bleibt kämpferisch: Öffentlich-rechtliche Sender tragen einen besonderen Verantwortungshut, "Publizistische Verantwortung" heißt das Zauberwort, das in der Fernsehbrache fast alles und manchmal auch nichts bedeuten kann. Fun-Fact: Himmler war erst 2021 im dritten Anlauf gegen Tina Hassel gewählt worden; er hätte ohnehin bis 2027 weitergemacht, jetzt ist 2032 das neue Enddatum. Klingt nach viel Zeit – im Mediengeschäft können fünf Jahre manchmal aber auch wie ein Wimpernschlag vergehen.

Norbert Himmler sicherte sich die Wiederwahl als ZDF-Intendant und bleibt bis 2032 an der Spitze des Senders. Die Wahl erfolgte trotz wachsender Kritik wegen mangelhafter Kontrolle von KI-generiertem Material: Ein gefälschtes Video im 'Heute-Journal' hatte jüngst für Aufsehen und Fragen nach journalistischen Standards gesorgt. Als Reaktion stellte das ZDF einen Maßnahmenkatalog vor, um redaktionelle Kompetenzen beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu stärken und striktere Prüfmechanismen bei Fremdmaterial einzuführen. Noch etwas aus den aktuellen Medienberichten: In den letzten 48 Stunden haben sich viele Medien mit dem Thema auseinander gesetzt, so auch die Frage nach der Rolle öffentlich-rechtlicher Medien im Zeitalter von Fake News und KI-Manipulation. Gleichzeitig wird im Zuge von Himmlers Wiederwahl die Debatte über die Reformbedürftigkeit und Anpassungsfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender an digitale Herausforderungen neu entfacht – nicht zuletzt im Licht ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und der Erwartung, Transparenz und Fehlerkultur sichtbar zu leben. Die Diskussionen zeigen, dass der Kampf um Glaubwürdigkeit und der Umgang mit digitalen Risiken zentrale Themen für die Medienszene bleiben werden.

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