AfD mit ersten Einbußen – Politische Krisenstimmung erreicht düstere Rekorde

Nach langem Höhenflug fällt die AfD im aktuellen Forsa-Trendbarometer erstmals wieder zurück – das gesellschaftliche Grundgefühl bleibt angespannt bis pessimistisch.

07.10.25 13:13 Uhr | 417 mal gelesen

Kaum zu glauben, aber nach Wochen der ungebremsten Steigerung muss die AfD im neuen Forsa-„Trendbarometer“ für RTL und ntv einen kleinen Rückschlag verkraften: 26 Prozent – einen Punkt weniger als zuletzt, aber immer noch vor der Union. Diese hält wacker bei 24 Prozent, bleibt damit jedoch im Schatten. Interessant: Die Partei Die Linke kann sich überraschend auf zwölf Prozent verbessern, womit sie sich mit den Grünen ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefert. Ansonsten? Kaum Bewegung: SPD stagniert bei 13, die FDP dümpelt bei drei Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt wie festgenagelt bei vier. Die „Sonstigen“ stehen bei sechs Prozent und äußern sich weiterhin kaum hörbar. Pikant ist vor allem, dass Friedrich Merz (CDU) bundesweit mehr und mehr an Rückhalt verliert – nur noch 26 Prozent können sich momentan für den Kanzlerkandidaten erwärmen. Damit ist Merz so unbeliebt wie nie zuvor in seiner Amtszeit. Auch die wirtschaftliche Zukunft sehen die Deutschen eher schwarz als rosig: Fast zwei Drittel (64 Prozent) befürchten, dass sich die Lage weiter verschärfen wird. Wer auf Aufschwung hofft, ist offenbar in der Minderheit – nur 16 Prozent blicken optimistisch nach vorn. Und es gibt da noch 19 Prozent, die alles einfach beim Alten sehen. Ein bisschen wie bei einer Wettervorhersage: Regen, keine Besserung in Sicht, und die Hoffnung wird eher belächelt. Das beherrschende Thema ist – wenig verwunderlich – der Krieg in der Ukraine, dicht gefolgt von der Performance der Ampelkoalition. Dass Nahost trotzdem nicht verschwindet, zeigt nur, wie viele Brandherde gleichzeitig für Unruhe sorgen. Eine kleine Randnotiz: Die Zahlen stammen vom Meinungsforschungsinstitut Forsa, beauftragt von RTL und ntv, ermittelt wurden sie anhand von 2.001 Befragten zwischen dem 30. September und 6. Oktober 2025. Manchmal frage ich mich, wie viel solche Umfragen tatsächlich einfangen – und wie viele Nuancen unterwegs verloren gehen.

Der aktuelle Forsa-„Trendbarometer“ offenbart unerwartete Schwankungen im deutschen Parteiensystem: Nach einer langen Phase des Anstiegs verliert die AfD erstmals wieder leicht an Zustimmung, bleibt jedoch vorn. Andere Parteien, insbesondere Die Linke und die Grünen, stabilisieren ihren Stand oder können sogar zulegen, während Friedrich Merz an Zustimmung beispielsweise auch im Vergleich zum Jahresbeginn weiter verliert, was viele Analysten mit der allgemeinen Unzufriedenheit in Zusammenhang bringen. Die verbreitete Skepsis gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung spiegelt sich nicht nur in den nackten Zahlen wider, sondern auch in der öffentlichen Debatte – viele Medien thematisieren aktuell die Verbindung zwischen politischen Krisenherden, wachsenden Zukunftsängsten und der hartnäckigen Krisenstimmung in Deutschland, was zum Beispiel auch in ausführlichen Analysen der Süddeutschen Zeitung und bei der taz diskutiert wird. Erweiterte Recherche: In ihrern aktuellen Berichten widmen sich große deutsche Medien intensiv den politischen Umfragen, dem Rückhalt von Parteien und gesellschaftlicher Stimmung. Mehrere Artikel setzen sich zudem mit dem komplexen Zusammenspiel aus kriegsbedingter Unsicherheit, Wirtschaftssorgen und Vertrauensverlust in die Regierung auseinander.

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