Brandenburger BSW-Minister erklären Parteiaustritt – Kabinett im Umbruch

Nach dem Rücktritt von Finanzminister Robert Crumbach verlassen nun auch Gesundheitsministerin Britta Müller und Verkehrsminister Detlef Tabbert ihre Partei. Brandenburgs Regierung steuert durch eine politisch turbulente Zeit.

08.01.26 10:47 Uhr | 10 mal gelesen

Donnerstagmorgen – ein seltsamer Tag für Brandenburgs politische Amtsträger. "Wir legen unser gesamtes Augenmerk auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger Brandenburgs", erklärten Britta Müller und Detlef Tabbert gegenüber den 'Potsdamer Neuesten Nachrichten', nachdem bereits Robert Crumbach das sinkende parteipolitische Schiff verlassen hatte. Inmitten der Versuche, das Land stabil weiterzuführen, pochen die ehemaligen BSW-Minister darauf, in den Ministerien ungebrochen zu arbeiten – fernab von parteibezogenen Taktierereien. Fast wirkt es so, als wollten sie sich den Ballast der parteiinternen Reibereien schlichtweg abstreifen, um sich auf den Kern ihrer Aufgaben zu konzentrieren. Derweil hat Ministerpräsident Dietmar Woidke in dieser Phase jegliche Zusammenarbeit mit den BSW-Ministern aufgekündigt. Seine Lösung: eine SPD-Minderheitsregierung als Übergang, solange, bis Gespräche mit der CDU vielleicht eine neue Koalition hervorbringen werden. Wie das Ganze ausgeht? Nun ja, Politik in Brandenburg hat selten Langeweile versprochen.

Aktuell befinden sich Brandenburgs Ministerien in einer Übergangsphase: Nach dem Austritt der letzten drei BSW-Minister – namentlich Robert Crumbach, Britta Müller und Detlef Tabbert – ist die frühere Koalition zerbrochen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) setzt nun auf eine Minderheitsregierung und bereitet bereits Verhandlungen mit der CDU vor, um ein neues arbeitsfähiges Bündnis zu schmieden. Interessant am Rande: Solche politischen Turbulenzen sind nicht nur ein brandenburgisches Phänomen – auch in anderen Bundesländern geraten Koalitionen unter Druck, wenn parteiinterne Konflikte und wechselnde Loyalitäten auftauchen. Um dem inhaltlich noch etwas Tiefe zu geben: Das Ganze wirft Fragen nach der Stabilität und Flexibilität von Regierungsbündnissen auf, die sich vielleicht auch auf Bundesebene wiederfinden könnten.

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