Bundesbank: Ein nie endender Cyberabwehr-Krimi

Tag für Tag prasseln tausende digitale Attacken auf die Systeme der Bundesbank ein – das sind Dimensionen, die nicht nur nachdenklich stimmen, sondern fast schon surreal wirken.

heute 12:39 Uhr | 2 mal gelesen

Wenn man sich die schiere Zahl auf der Zunge zergehen lässt: Über 5.000 Angriffsversuche in jeder einzelnen Minute – das summiert sich aufs Jahr gerechnet zu fast unvorstellbaren 2,5 Milliarden Attacken. Niemand würde davon träumen, wirklich jede einzelne Bedrohung individuell abzuwehren – und doch ist der Kampf gegen die Angreifer eine Daueraufgabe. Bundesbank-Chef Joachim Nagel hat es ziemlich nüchtern formuliert: Ein ‚Wettlauf‘ ist es, bei dem die Verteidiger manchmal nur kurz durchatmen und die nächste Angriffswelle schon rollt. Die Maßnahmen reichen von sorgfältig geschultem Personal bis hin zu ausgeklügelten Cybersicherheitskonzepten – und ehrlich gesagt, hängt das Wohl und Wehe des gesamten Eurosystems auch irgendwie daran. Natürlich bleibt bei allen Hürden eine Restunsicherheit. Oder sagen wir lieber: Wer behauptet, absolute Sicherheit bieten zu können, der macht den Mund zu voll. Nagel bleibt lieber beim Realismus. Die höchsten Standards, ja, aber eine hundertprozentige Garantie? Fehlanzeige! Übrigens – ein bisschen erinnert der Schutzwall der Bundesbank an dieses berühmte Monster aus Videospielen, das immer weiter wächst, je mehr man davon abschneidet.

Die Deutsche Bundesbank steht, wie so viele zentrale Institute, permanent im Visier von Cyberkriminellen. Über 2,5 Milliarden Angriffsversuche jährlich prallen (zum Glück!) an ausgeklügelten Schutzsystemen ab. Trotz starker Abwehrmechanismen betont Präsident Nagel, dass niemand absolute Sicherheit versprechen kann – zu dynamisch und kreativ agieren die Angreifer. In den letzten Monaten nehmen insbesondere Attacken auf kritische Infrastruktur in Deutschland weiter zu. Behörden warnen immer häufiger vor gezielten Angriffen, nicht nur aus dem Bereich klassischer Cyberkriminalität, sondern auch durch staatlich gesteuerte Gruppen. Die Bundesbank arbeitet dabei eng mit europäischen Partnern zusammen, um das gesamte Eurosystem robust und widerstandsfähig gegen Angriffe zu halten – aktuelle Zahlen und Berichte spiegeln die enorme Relevanz des Themas wider.

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