Gefährliche Unruhe im Iran: Bundesregierung zeigt sich tief besorgt

Mit wachsender Beunruhigung schaut die Bundesregierung Richtung Teheran: Die angespannte Situation im Iran bereitet Berlin große Sorgen.

05.01.26 13:05 Uhr | 37 mal gelesen

Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes wollte am Montag in der Hauptstadt dann auch keine Spekulationen wagen. Sie machte deutlich, dass man die Entwicklungen im Iran lediglich aus der Ferne bewerten könne – und zwar mit großer Sorge. Im Iran brodelt es schon seit Tagen: Immer mehr Menschen gehen für ihre wirtschaftlichen Interessen und grundlegenden Freiheiten, wie Versammlungsrecht und Meinungsfreiheit, auf die Straße. Das ist eigentlich nichts Neues in der islamischen Republik, doch die Lage scheint diesmal besonders zu eskalieren. Nach Medienberichten wurden bereits hunderte Demonstrierende festgenommen, während Beobachter von mindestens 19 Todesopfern sprechen. In Teheran und auch anderswo lieferten sich Protestierende und Sicherheitskräfte teils gewalttätige Auseinandersetzungen – Schreie nach Freiheit und Rufe wie 'Tod dem Diktator' inklusive. Interessant und fast irritierend: Mancher Teilnehmer zog Parallelen zu Venezuela, dem südamerikanischen Krisenstaat, nachdem Maduro dort kürzlich von US-Kräften gefasst wurde. Offenbar wittern viele in Iran ähnliche Gefahren für ihre eigene Führung, oder hegen stille Hoffnungen auf Veränderung. So oder so – Berlin bleibt aufmerksam, aber skeptisch, was die Prognose angeht.

Das Auswärtige Amt hält sich bewusst zurück, was Prognosen zur Eskalation der Proteste im Iran angeht, da Informationen vor Ort schwer zu verifizieren sind und die Dynamik unberechenbar wirkt. Im Fokus stehen die erschütternden Berichte über Polizeigewalt, Todesopfer und Massenverhaftungen in mehreren iranischen Städten; die Bundesregierung betont die Bedeutung von Meinungsfreiheit und Recht auf friedlichen Protest. Ergänzend zu den aktuellen Entwicklungen wurde in den letzten Stunden auch von gezielten Internetblockaden durch iranische Behörden berichtet sowie von einer wachsenden internationalen Forderung nach genauer Beobachtung und diplomatischem Druck – was die Unsicherheit und Spannung in der Region weiter befeuert.

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