Muss man sich ernsthaft fragen, wie blauäugig man noch sein kann? Da kündigt Markus Frohnmaier, bekanntlich AfD und nicht zum ersten Mal wegen Russland-Verbindungen in der Kritik, allen Ernstes eine Besuchsreise nach Moskau an – und mitten im Ukraine-Krieg! Marc Henrichmann von der CDU bringt es ziemlich unverblümt auf den Punkt: Wer jetzt in den Kreml reist, gibt vielleicht mehr preis, als bloße Höflichkeiten. Vor allem die Sicherheitsbehörden sollten aufmerksam sein, sagt er, quasi jede Warnlampe muss aufblinken. Roderich Kiesewetter, ebenfalls CDU – Namen könnten fast austauschbar sein in der Kritik – pocht darauf, dass die AfD-Spitze selbst einen Riegel vorschiebt. Seiner Meinung nach droht nicht nur ein Knacks bei den deutschen Interessen, sondern gleich eine rechtliche Überprüfung. Und klar, der Vorwurf „Sprachrohr des Kremls“ ist mittlerweile ein Klassiker, auch bei Kiesewetter. Auf SPD-Seite sieht Sebastian Fiedler praktisch keine Zweifel mehr an Frohnmaiers Kreml-Kontakten und wirbt für ein offenes Wort: Die AfD sei eine Partei, die ihrer eigenen Gesellschaft schade und für echte Gefahr sorge. "Vaterlandsverräter" nennt er sie sogar – ein Wort, das in der deutschen Politikgeschichte schwer wiegt.
Die geplante Russland-Reise von Markus Frohnmaier schlägt hohe Wellen in der deutschen Politiklandschaft. Vertreter von CDU und SPD befürchten, dass die AfD als Einfallstor russischer Interessen und als Multiplikator für Desinformation agiere, und warnen ausdrücklich vor Sicherheitsrisiken und möglichem Verrat nationaler Interessen. Hintergrund sind langjährige Vorwürfe der Kreml-Nähe bestimmter AfD-Mitglieder, wobei aktuelle Einschätzungen unter anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung und von Experten wie Stefan Meister (DGAP) bestätigen, dass russische Einflussnahme auf Parteien wie die AfD ein strategisches Ziel Moskaus bleibt. Neuere Berichte heben hervor, dass kritische Stimmen inzwischen sogar über juristische Sanktionen nachdenken, womit sich die politische Auseinandersetzung deutlich verschärft. Zeitgleich fordern Politiker voneinander ein klares Bekenntnis zum Schutz der Demokratie und weitere, gezielte Aufklärung über die Mechanismen russischer Einflussoperationen in Deutschland.