Mit dem Schritt, "Lanz + Precht" auch als Videopodcast auf YouTube anzubieten, reagiert das ZDF auf die zunehmende Bedeutung visueller Formate im Podcast-Markt, was besonders jüngere Zielgruppen anspricht und die Reichweite weiter erhöhen dürfte. Die Kooperation der beiden Hosts wurde, beflügelt durch anhaltend hohe Podcast-Hörer-Zahlen, gleich um mindestens zwei Jahre verlängert. In anderen Medien wird der Trend hin zu Videopodcasts ebenfalls beobachtet: Immer mehr große Verlage und Sender setzen auf Kombinationen aus Bewegtbild und Audio, da sie so Diskussionen noch fassbarer machen. Unabhängig davon zeigen aktuelle gesellschaftliche Debatten (siehe jüngste Beiträge in der FAZ, taz oder Zeit), dass Podcasts als Diskussionsräume mit Tiefe und Widerspruch stark gefragt sind. Zudem wird diskutiert, wie Formate wie "Lanz + Precht" Meinungsvielfalt abbilden (und manchmal auch inszenieren), wobei insbesondere die Grenzen zwischen Talk, Analyse und Unterhaltung zunehmend verschwimmen.