"Lanz + Precht": ZDF-Podcast startet jetzt als Videoformat auf YouTube

Mainz – Der beliebte Podcast "Lanz + Precht" erhält eine neue Dimension: Neben der gewohnten Audio-Version bei Spotify bietet das ZDF das Format nun auch als Videopodcast auf dem eigenen ZDFheute-YouTube-Kanal an. Der Auftakt zum neuen Format findet am heutigen Freitag, 30. Januar 2026, statt – und das Interesse reißt nicht ab: ZDF hat die Zusammenarbeit mit Markus Lanz und Richard David Precht bis Ende 2027 verlängert.

heute 10:58 Uhr | 2 mal gelesen

"Das Ende der Illusionen" – so lautet der Titel der aktuellen Episode von "Lanz + Precht", die am 30. Januar 2026 erscheint. Markus Lanz und Richard David Precht nehmen darin unter die Lupe, wie brüchig das Gefüge zwischen Staaten geworden ist. Sie springen von Venezuela nach Grönland, diskutieren über Alltägliches wie den ICE und landen immer wieder bei der grundsätzlichen Frage: Wie ist dem politischen Wirbelsturm à la Trump zu begegnen? Seit Herbst 2021 reden Lanz, der Moderator, und Precht, der Philosoph, jeden Freitag im Auftrag des ZDF miteinander – mal nachdenklich, mal pointiert, aber in jedem Fall ausführlich. Die Gespräche streifen Politik, Zeitgeschehen und Debatten, gelegentlich auch auf Umwegen oder mit markanten Nebenbemerkungen. Kontaktmöglichkeiten, Pressefotos und weitere Infos zum Angebot sind übrigens auf den ZDF-Seiten oder direkt per E-Mail erhältlich.

Mit dem Schritt, "Lanz + Precht" auch als Videopodcast auf YouTube anzubieten, reagiert das ZDF auf die zunehmende Bedeutung visueller Formate im Podcast-Markt, was besonders jüngere Zielgruppen anspricht und die Reichweite weiter erhöhen dürfte. Die Kooperation der beiden Hosts wurde, beflügelt durch anhaltend hohe Podcast-Hörer-Zahlen, gleich um mindestens zwei Jahre verlängert. In anderen Medien wird der Trend hin zu Videopodcasts ebenfalls beobachtet: Immer mehr große Verlage und Sender setzen auf Kombinationen aus Bewegtbild und Audio, da sie so Diskussionen noch fassbarer machen. Unabhängig davon zeigen aktuelle gesellschaftliche Debatten (siehe jüngste Beiträge in der FAZ, taz oder Zeit), dass Podcasts als Diskussionsräume mit Tiefe und Widerspruch stark gefragt sind. Zudem wird diskutiert, wie Formate wie "Lanz + Precht" Meinungsvielfalt abbilden (und manchmal auch inszenieren), wobei insbesondere die Grenzen zwischen Talk, Analyse und Unterhaltung zunehmend verschwimmen.

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