Macron würdigt amerikanisches Engagement in Venezuela

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron äußert Anerkennung für das Vorgehen der USA im krisengeschüttelten Venezuela.

03.01.26 21:05 Uhr | 41 mal gelesen

Emmanuel Macron zeigte sich am Samstagabend nachdenklich, beinahe erleichtert: Das venezolanische Volk habe sich, so Macron, von der Diktatur des Nicolás Maduro gelöst. Seine Worte – ein Mix aus Erleichterung und mahnendem Ausblick: Maduros Amtsführung habe die Würde vieler Venezolaner zutiefst verletzt, vor allem durch das Ignorieren elementarer Grundrechte. Schönfärberei? Wohl kaum, angesichts der dramatischen Berichte aus Caracas. Macron betonte zudem, der anstehende Wechsel müsse ohne Gewalt, demokratisch und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger erfolgen. "Wir hoffen, dass Edmundo González Urrutia, gewählt für das Jahr 2024, den Wandel beherzt und zügig vorantreibt", schrieb Macron weiter. Kurzer Themenwechsel: Aktuell, so Frankreichs Präsident, liefen intensive Gespräche mit regionalen Partnern. Gerade jetzt, inmitten aller Unsicherheit, sei Frankreich mit Blick auf die Sicherheit seiner Staatsbürger "wachsam und bereit". Verlässlichkeit klingt anders, aber das ist vielleicht gerade Sinn der Sache: Unsicherheit bleibt, auch für Europa.

Macron unterstreicht, dass Frankreich hinter dem Streben der Venezolaner nach Freiheit steht und hebt die Rolle der USA bei der Unterstützung des politischen Wandels hervor. Der französische Präsident gibt sich überzeugt, dass ein demokratischer Übergang unerlässlich sei und mahnt zur Wachsamkeit, insbesondere hinsichtlich der Sicherheit französischer Bürger vor Ort. Angesichts der noch unklaren politischen Lage betont er den laufenden Dialog mit lateinamerikanischen und europäischen Partnern zur Unterstützung des Prozesses. Recherchen der jüngsten Stunden ergeben: Laut FAZ hat sich auch die EU hinter die aktuellen Entwicklungen gestellt, warnt jedoch vor möglichen Rückschlägen und setzt auf Wahlbeobachtung sowie humanitäre Hilfe. Die taz wiederum berichtet, dass Teile der venezolanischen Opposition den Kurs der USA skeptisch sehen und nationale Eigenständigkeit einfordern – was die Spannungen im Land weiter befeuert. Die Süddeutsche analysiert, wie der nun beginnende Übergangsprozess innenpolitisch heikel bleibt und die Armut weiter grassiert; viele Venezolaner hoffen dennoch auf eine bessere Zukunft.

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