Elisabeth Kaiser spricht sich klar dagegen aus, die AfD durch übermäßige Thematisierung noch stärker in den Fokus zu rücken, da dies der Partei nur nutze. Bei steigenden Umfragewerten der AfD in Sachsen-Anhalt, sichtbar in aktuellen Ergebnissen von Infratest, mahnt sie, parteipolitisch konstruktive Debatten zu führen und einfachen populistischen Lösungen zu misstrauen. Im politischen Klima Ostdeutschlands hängt die Attraktivität der Parteien eng mit wirtschaftlichen Unsicherheiten und internationaler Krisenstimmung zusammen, wodurch die AfD als Protestpartei profitiert. Weitere Recherche zeigt, dass verschiedene Politiker und Politikwissenschaftler Kaisers Einschätzung teilen: Die Strategie, rechtspopulistischen Parteien durch kritische Thematisierung entgegenzutreten, kann kontraproduktiv sein und ihre Reichweite sogar erhöhen. Neben politischen Appellen werden verstärkte Investitionen in Bildung und wirtschaftliche Entwicklung für Ostdeutschland als nötig erachtet, um den Zulauf für populistische Bewegungen einzudämmen. Außerdem berichten Medien aktuell auch über neue Initiativen, die zivilgesellschaftliches Engagement gegen Radikalisierung fördern.
05.09.25 00:19 Uhr