Krankenkassen fordern: Keine Industriepolitik zu Lasten der Beitragszahler
Die gesetzlichen Krankenkassen stellen sich vehement gegen Pläne, mehr Geld von Patientenbeiträgen in die Pharmaindustrie zu lenken.
Die gesetzlichen Krankenkassen stellen sich vehement gegen Pläne, mehr Geld von Patientenbeiträgen in die Pharmaindustrie zu lenken.
Angesichts massiver Finanzlücken bei den gesetzlichen Krankenkassen kündigt Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einschneidende Spar- und Reformmaßnahmen an, die noch vor Beginn des Sommers verabschiedet werden sollen.
Die geplante Gesundheitsabgabe der SPD auf Einkünfte aus Kapital sorgt anhaltend für Wirbel – nicht nur Wirtschaftsvertreter, auch Krankenkassen üben scharfe Kritik.
Stuttgart – Am 8. Februar 2026 kam es auf Einladung von Joachim Glotz, Chef des Vital-Zentrums Sanitätshaus Glotz und Vorstandsmitglied im Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), zusammen mit CDU-Landtagskandidat Saschi Thavakkumar zu einem gesundheitspolitischen Gespräch mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Zentrale Themen: Die lähmende Bürokratie in der Hilfsmittelversorgung, notwendige Investitionen und der wachsende Fachkräftemangel. Zwischen Alltagsfrust in Sanitätshäusern und politischen Versprechen bleibt die Frage: Wie kommt Versorgung tatsächlich beim Menschen an?
Der VdK zeigt sich erfreut über das Aufgreifen einer alten Forderung: Einkommen aus Mieten oder Kapitalanlagen sollen stärker zur Finanzierung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung herangezogen werden. Dabei mahnt der Sozialverband großzügige Freibeträge für Kleinanleger an und betont die Notwendigkeit pragmatischer Lösungen.
Martin Werding, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, stellt sich gegen die Idee eines Gesundheitsbeitrags auf Kapitalerträge wie Dividenden, Zinsen oder Mieten, wie sie zuletzt von SPD-Vertretern diskutiert wurde.
Tim Klüssendorf, Generalsekretär der SPD, stellt sich entschieden gegen aktuelle Forderungen nach Kürzungen bei Zahnersatz und Krankschreibungen.
SPD-Chef drängt auf weitreichende Änderungen – und betont, dass der Sozialstaat und das Gesundheitssystem radikal verbessert werden müssen.
Mit einem neuen Vorstoß fordert die SPD, künftig nicht nur Erwerbseinkommen, sondern alle Einkunftsarten zur Finanzierung des Gesundheitssystems heranzuziehen.
Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen (CDU), hat wenig übrig für Überlegungen, Tabak- oder Zuckersteuern anzuheben. Jetzt sei nicht die Zeit, über Steuererhöhungen zu sprechen.