Wehrdienst-Debatte entfacht Streit – Grüne fordern zügige Klärung und neue Ansätze

Mit deutlichen Worten machen die Grünen ihrem Ärger über das politische Hin und Her beim geplanten freiwilligen Wehrdienst Luft und verlangen ein umfassenderes Personal-Konzept für die Bundeswehr.

07.10.25 06:41 Uhr | 286 mal gelesen

Ach, die Politik kann manchmal ganz schön eigensinnig sein – gerade, wenn es um so sensible Themen wie den Wehrdienst geht. Sara Nanni, ihres Zeichens sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, hat ihren Unmut darüber deutlich gemacht, wie das Gesetz zum neuen freiwilligen Wehrdienst auf die lange Bank geschoben wird. Laut Nanni sorgt das Ganze nicht nur für Stirnrunzeln bei Interessierten, sondern auch für Frust in den Reihen der Truppe selbst. Sie verlangt, ganz im Klartext, dass sich die Koalitionsparteien endlich zusammenraufen: Zu viele offene Fragen bringen niemanden weiter – weder jene, die sich bewerben möchten, noch jene, die tagtäglich Uniform tragen. Trotzdem gibt sie zu, dass auch aus ihrer grünen Sicht noch nicht alle Details geklärt sind. Aber: Abwarten ist für sie die denkbar schlechteste Strategie. Mehr noch – mit Blick auf die russische Bedrohung sagt Nanni recht unverblümt, dass Wehrdienst allein kein Allheilmittel sei. Stattdessen müsse jetzt eine Personal-Offensive her: Leute halten, Reservisten angemessen einbinden, Know-how richtig nutzen. Ihr Fazit: Es braucht nicht nur junge Rekruten, sondern Menschen mit unterschiedlichster Erfahrung, die bereit sind, sich einzubringen – sei es für kurze oder längere Zeit. Ganz ehrlich: Die Zeit des Wartens ist vorbei.

Der aktuelle Streit um das neue Wehrdienstgesetz zeigt, wie schwer sich die Koalition beim Thema Sicherheit tut. Besonders die Grünen warnen, dass Verzögerungen sowohl Bewerber als auch die Bundeswehr selbst in eine unangenehme Schwebe versetzen. Sie verlangen daher einen Strategiewechsel: Weg von punktuellem Aktionismus, hin zu einem längerfristigen, nachhaltigen Modell für Personalaufbau und -bindung. Dabei werden explizit auch Reservisten und ältere Freiwillige als wichtige Ressource benannt – was angesichts der sicherheitspolitischen Lage (Stichwort: Russland) an Gewicht gewinnt. Die Debatte um Wehrdienst und Personalstrategie wurde in den letzten 48 Stunden in verschiedenen großen Medien behandelt. Laut aktuellen Berichten bleibt die Umsetzung umstritten, viele Experten sehen Nachbesserungsbedarf, besonders bei der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Vereinbarkeit von Freiwilligkeit und Verpflichtung. Das Vertrauen in die politische Führung ist angeschlagen, wie zahlreiche Kommentare und Meinungsstücke zeigen.

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