WMO prognostiziert weiterhin hohe Temperaturen trotz zu erwartender "La Niña"

Obwohl das kühlende Wetterphänomen "La Niña" ab September zurückkehren soll, rechnet die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) weiterhin mit überdurchschnittlichen globalen Temperaturen.

02.09.25 17:26 Uhr | 107 mal gelesen

Wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Dienstag mitteilte, bleibt der globale Temperaturanstieg voraussichtlich bestehen, selbst wenn "La Niña" – bekannt für eine zeitweilige Abkühlung der Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen Pazifik – zurückkehrt. "La Niña" wirkt sich auf tropische Luftströmungen, Windrichtungen, Luftdruck und Regenfälle aus und steht üblicherweise im Gegensatz zum Wetterphänomen "El Niño." Seit März beobachtete die WMO neutrale Klimabedingungen, doch aktuelle Prognosen deuten auf eine 55-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine erneute La Niña-Phase ab September hin. Trotzdem betonen die Experten, dass menschlich verursachter Klimawandel weiterhin die globalen Temperaturen steigen lässt, Wetterextreme fördert und saisonale Klima- und Niederschlagsmuster verändert. Für die kommenden Monate wird ein weiteres Ansteigen der Temperaturen auf der Nord- und Südhalbkugel erwartet.

Die WMO warnt davor, dass trotz einer voraussichtlichen Rückkehr von La Niña im September die globalen Durchschnittstemperaturen hoch bleiben werden – beeinflusst vom anhaltenden Klimawandel. La Niña kühlt normalerweise das Klima leicht ab und wirkt unter anderem auf Niederschläge und globale Windverhältnisse, doch der gegenwärtige Erwärmungstrend setzt sich durch. In den letzten Tagen berichten weitere Quellen, dass 2023 und 2024 bereits als die wärmsten Jahre seit der Aufzeichnung gelten und extreme Wetterereignisse weltweit zunehmen – etwa Hitzewellen in Südeuropa, massive Überschwemmungen in Südasien und langanhaltende Dürren in Teilen Afrikas. Zudem wurde diskutiert, dass La Niña auch zu regionalen Verschiebungen in landwirtschaftlichen Erträgen und Nahrungsmittelpreisen beitragen könnte, was soziale und wirtschaftliche Folgen hat. Die politisch-wissenschaftliche Debatte konzentriert sich zunehmend darauf, wie sich solche Naturphänomene in Verbindung mit von Menschen verstärktem Klimawandel auf langfristige Klima-, Energie- und Anpassungsstrategien global auswirken.

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