Der deutsche Staat vollzieht den Einstieg bei Tennet Deutschland und wird für etwa 7,6 Milliarden Euro über eine KfW-Zweckgesellschaft 25,1 Prozent übernehmen. Diese Entscheidung zielt darauf ab, die Modernisierung und den Ausbau des Übertragungsnetzes gezielter anzukurbeln, sowie das Unternehmen finanziell zu stärken und die Kontrolle über kritische Infrastruktur zu sichern. Eng verbunden mit der Energiewende, betont die Regierung, dass private Akteure allein den nötigen Investitionsbedarf nicht decken könnten. Durch die staatliche Beteiligung will man sowohl neue Finanzierungsperspektiven für Tennet öffnen als auch aktiv darauf achten, dass die Energienetze in sicheren Händen bleiben. Recherchen aktueller Presseberichte heben zudem hervor, dass dieser Schritt politisch umstritten ist: Während einige Beobachter den gestärkten Einfluss begrüßen, warnen andere davor, dass der Staat damit auch größere finanzielle Risiken übernimmt – und die Energiewende ohnehin schon eine immense Herausforderung für Verwaltung und Planung bedeutet. Die Bundesnetzagentur hat jüngst nochmals den dringenden Bedarf an Netzmodernisierungen betont, insbesondere um mehr Wind- und Solarstrom integrieren zu können. Gleichzeitig wird in mehreren Kommentaren angemerkt, dass der Einstieg gerade angesichts internationaler Investoren ein strategisch geschickter Schachzug sein könnte.