Junge Unionspolitiker stemmen sich gegen Rentenpläne der Regierung

Ungewohnter Widerstand in den eigenen Reihen: Die Nachwuchsabgeordneten der Union lehnen das geplante Rentenpaket energisch ab.

14.10.25 06:37 Uhr | 204 mal gelesen

Kurzer Zwischenruf, bevor ich aushole: Was die Jüngeren innerhalb der CDU und CSU da lostreten, riecht förmlich nach Generationskonflikt und etwas Aufbegehren. In einem Beschluss, der laut 'Spiegel'-Bericht kursiert, sind die Worte deutlich: So, wie das Rentenpaket aktuell daherkommt, könne man das wirklich nicht abnicken. Sie argumentieren, dass da Milliardenkosten auflaufen, die nach dem Jahr 2031 nicht mehr von irgendeinem Koalitionsvertrag abgedeckt seien – und am Ende alles auf dem Rücken der Jüngeren laste. Mal ehrlich: 18 Abgeordnete, die ‚Junge Gruppe‘, das klingt erstmal nach David gegen Goliath. Doch in Zeiten knapper Mehrheiten reicht eine kleine Gruppe manchmal aus, um ein großes Gesetz ins Wanken zu bringen. Der Knackpunkt: Während Union und SPD im Koalitionsvertrag eigentlich bloß zugesagt hatten, das Rentenniveau bis 2031 auf 48 Prozent einzufrieren, will Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) den Standard über 2031 hinaus sichern – sogar leicht erhöhen. Klingt erstmal sozial, aber in die Taschen greift es: Bis 2040 sollen sich laut Schätzungen Mehrkosten von über 115 Milliarden Euro anhäufen. Und diese Summe drückt, symbolisch gesprochen, wie ein schwerer Rucksack auf der Backpacker-Tour der jungen Generation. Pascal Reddig, der Chef der Jungen Gruppe (CDU), malt das Bild noch dunkler: Komme das Gesetz durch, hänge Deutschland das „teuerste Sozialgesetz dieses Jahrhunderts“ um den Hals – eine Erblast, die kaum zu tragen sei.

Junge Abgeordnete der Union lehnen das Rentenpaket der Bundesregierung vehement ab, weil sie die langfristigen Mehrkosten für nicht tragbar halten und die Interessen der jungen Generation gefährdet sehen. Laut der Jungen Gruppe wird der derzeitige Gesetzentwurf den Koalitionsvertrag überschreiten, insbesondere mit der dauerhaften Stabilisierung des Rentenniveaus, was zu einer erheblichen Mehrbelastung über 2031 hinaus führen würde. Neuere Artikel bei der 'Süddeutschen Zeitung' und anderen Medien beleuchten, dass das Rentenpaket nicht nur politische Fronten verhärtet, sondern auch unter Experten und Sozialverbänden teils auf besorgte Resonanz trifft – viele fürchten neben steigenden Beiträgen auch einen Vertrauensverlust in das System.

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