Neuer Kanzlerbürochef Birkenmaier weckt Hoffnungen auf Wirtschaftsimpulse in der Union

Der Wirtschaftsflügel der CDU/CSU jubiliert über Birkenmaiers Ernennung an die Spitze des Kanzlerbüros und sieht darin einen ersehnten Schub für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die parteiinterne Debatte ist, gelinde gesagt, lebendig.

06.01.26 00:02 Uhr | 21 mal gelesen

Dass der bisherige Geschäftsführer des Parlamentskreis Mittelstand (PKM) nun als Kanzleramtschef agieren soll – das ist für viele im konservativen Lager fast schon ein Versprechen auf wirtschaftliche Frischekur. Philipp Birkenmaier löst Jacob Schrot ab, den Friedrich Merz auffällig abrupt verabschiedet hat. Ausgerechnet die 'Bild' will davon aus Regierungskreisen erfahren haben: Schrot sei zu wenig wirtschaftsnah gewesen, hörte man vereinzelt schon länger hinter CDU-Kulissen. Offiziell hält sich der Ton höflich, aber hinter verschlossenen Türen wird deutlich: Nicht alle Tränen um Schrot wirken echt. Christian von Stetten, der PKM-Vorsitzende, bringt es ungewohnt deutlich auf den Punkt: 'Der Wechsel im Machtzentrum kann den Aufschwung fürs nächste Jahr wirklich anstoßen.' Knappe Sätze, viel Hoffnung – allerdings bleibt ein Rest Unsicherheit. Kann ein Personalwechsel allein tatsächlich Wirtschaftsprobleme lösen? Und was, wenn sich wieder Erwartungen und Wirklichkeit reiben?

Die überraschende Ernennung von Philipp Birkenmaier zum neuen Leiter des Kanzlerbüros wird von der CDU/CSU – besonders dem wirtschaftsnahen Parlamentskreis Mittelstand – als Chance auf verbesserte Wirtschaftspolitik gefeiert. Konkret setzt man auf mehr Kompetenz und neuen Schwung im Regierungshandeln und erhofft sich, dass dadurch Investitionen und Unternehmertum in Deutschland gestärkt werden. Gleichzeitig bleibt Kaffeesatzlesen: Wird ein einzelner Mann den ökonomischen Kurs merkbar prägen, oder steht uns ein weiteres Durchwursteln in wirtschaftlich heiklen Zeiten bevor? – Das bleibt offen. In aktuellen Berichten auf taz.de und spiegel.de mischen sich vorsichtiger Optimismus mit Warnungen vor zu hohen Erwartungen an Personalentscheidungen; weitere Stimmen heben hervor, wie unglaublich eng das Personalmanagement im politischen Berlin mittlerweile zum öffentlichen Diskurs beiträgt. Zudem wird über Birkenmaiers bislang zurückhaltenden Führungsstil und seine Erfahrungen als Strippenzieher im Hintergrund diskutiert, aber ob das reicht, um das lahmende Wirtschaftswachstum nachhaltig anzukurbeln, zweifeln manche Kommentatoren an.

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