Die überraschende Ernennung von Philipp Birkenmaier zum neuen Leiter des Kanzlerbüros wird von der CDU/CSU – besonders dem wirtschaftsnahen Parlamentskreis Mittelstand – als Chance auf verbesserte Wirtschaftspolitik gefeiert. Konkret setzt man auf mehr Kompetenz und neuen Schwung im Regierungshandeln und erhofft sich, dass dadurch Investitionen und Unternehmertum in Deutschland gestärkt werden. Gleichzeitig bleibt Kaffeesatzlesen: Wird ein einzelner Mann den ökonomischen Kurs merkbar prägen, oder steht uns ein weiteres Durchwursteln in wirtschaftlich heiklen Zeiten bevor? – Das bleibt offen. In aktuellen Berichten auf taz.de und spiegel.de mischen sich vorsichtiger Optimismus mit Warnungen vor zu hohen Erwartungen an Personalentscheidungen; weitere Stimmen heben hervor, wie unglaublich eng das Personalmanagement im politischen Berlin mittlerweile zum öffentlichen Diskurs beiträgt. Zudem wird über Birkenmaiers bislang zurückhaltenden Führungsstil und seine Erfahrungen als Strippenzieher im Hintergrund diskutiert, aber ob das reicht, um das lahmende Wirtschaftswachstum nachhaltig anzukurbeln, zweifeln manche Kommentatoren an.