Die Diskussion um die Revolutionsgarden ist beileibe kein neues Thema, gewinnt aber angesichts der jüngsten Proteste im Iran wieder an Schärfe. CDU-Außenpolitiker Röttgen und andere Fraktionsmitglieder setzen die Ampel unter Zugzwang: Sie fordern, dass die iranischen Revolutionsgarden endlich von der EU als Terrorgruppe klassifiziert werden. Kritiker führen an, dass dieser Schritt vor allem ein Signal der Solidarität an Hunderttausende Demonstrierende senden würde – und auch Bewegung in die zähen diplomatischen Beziehungen mit Teheran bringen könnte. Übrigens: Laut Medienberichten wächst der Druck auch auf EU-Ebene, wobei einige Mitgliedsländer auf rechtliche Hürden hinweisen. In diesem Spannungsfeld wird die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert, insbesondere, weil Gewalt und Repression im Iran weiterhin drastisch ansteigen. Update/Recherche: Die Debatte ist aktuell nicht nur in Deutschland präsent – auch die EU-Außenminister beraten erneut über Verschärfungen gegenüber Teheran. Unterdessen gehen die Proteste gegen das islamistische Regime im Iran weiter, wobei besonders Frauen als treibende Kraft auftreten. Die von Oppositionspolitikern geforderte Terrorlistung der Revolutionsgarden ist als Symbolakt zwar umstritten, hätte allerdings erhebliche politische und wirtschaftliche Folgen für die Beziehungen zwischen EU und Iran.
10.01.26 10:13 Uhr