Oft wird unterschätzt, wie wichtig die Abstimmung von Arbeitsplatz und Brille tatsächlich ist. Wer glaubt, eine beliebige Lesebrille tut’s schon, während der Bildschirm einfach irgendwo steht – täuscht sich gewaltig. Die Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt in nachvollziehbaren Schritten: Erstmal alles ergonomisch einrichten – also Stuhl, Schreibtisch, vielleicht sogar die altmodische Maus ordentlich ausrichten, bevor’s an die Sehhilfe geht.
Danach: Welche Brille passt zu meinen Arbeitsaufgaben am PC? Muss es eine spezielle Bildschirmbrille sein? Auch diese Fragen werden praxisnah beantwortet. Schließlich das Feintuning: Die Position des Bildschirms richten Anwender auf ihre individuelle Brille UND auf ihre Körperhaltung aus. Klingt nach viel Aufwand, ist aber mit der Anleitung ziemlich eingängig.
Zwischendurch erklärt das Heft verständlich, was überhaupt Kurz- oder Weitsichtigkeit ist und wie Alterssichtigkeit den Büroalltag beeinflussen kann. Auch erfährt man, warum arbeitsmedizinische Sehtests keine Schikane, sondern eine gute Idee sind. Die Broschüre richtet sich übrigens an Beschäftigte selbst, aber ebenso an Chefinnen, Chefs, und Leute, die sich mit Arbeitsplatzgestaltung auskennen – und sie motiviert dazu, nicht alles so hinzunehmen, wie es ist.
Download-Link zum PDF oder Bestellmöglichkeit gibt’s direkt bei der BAuA: www.baua.de/publikationen
Hintergrund zur BAuA
Die BAuA forscht und berät rund ums Thema Arbeitswelt und Gesundheit – nicht nur, aber vor allem im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Neben Forschung betreut sie allerlei formale Aufgaben, besonders zu Chemikalien und Produktsicherheit. 750 Beschäftigte an Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden kümmern sich darum.
Kontakt: Lea Deimel, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund, Tel.: 0231 9071-2562, E-Mail: presse@baua.bund.de
Leicht wird übersehen, wie viele Beschwerden im Büro ganz simpel daherkommen: Falsch eingestellter Bildschirm, unpassende Brille, Sitzhaltung wie Quasimodo – und schon meldet sich der Körper. Die Broschüre der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) will das ändern, indem sie Schritt für Schritt erklärt, wie Bildschirmarbeitsplatz und Sehhilfe individuell abgestimmt werden – und dass regelmäßig ein Sehtest wirklich angebracht ist. Neben grundlegenden Empfehlungen warnt die Forschung vor den Risiken eines schlecht eingerichteten Arbeitsplatzes – von Augenkrämpfen bis zu dauerhaften Verspannungen –, wobei Studien wie die der DGUV und die Guidance von der WHO unterstreichen, dass spezielle Arbeitsplatzbrillen und ausreichende Pausen nicht nur Komfort, sondern auch langfristige Augengesundheit sichern. Online finden sich aktuell weitere Artikel zum Thema Augengesundheit am Arbeitsplatz und ergonomisches Arbeiten: So hebt die Süddeutsche Zeitung neue Studien zum „Office Eye Syndrom“ hervor und beschreibt, wie bereits kurze, bewusste Blickpausen die Augen entlasten (siehe Erweiterung). Zeit.de berichtet, dass Arbeitgeber mittlerweile stärker in Bildschirmbrillen investieren, um Krankheitstage zu reduzieren. T3n.de verweist auf technische Innovationen wie Augentrainings-Apps und Filtertechnologien gegen Blaulicht, die (nicht nur) im Homeoffice sinnvoll sein können.