„Diese Pannenserie ist wirklich ein Trauerspiel – die Bahn muss gründlich offenlegen, wie es dazu kommen konnte und wie so etwas beim nächsten Schnee nicht wieder passiert“, erklärte Christoph Ploß (CDU), Bundestagsabgeordneter aus Hamburg, in einem Interview mit der 'Rheinischen Post'. Ploß zeigte sich regelrecht verärgert und bemängelte, dass der Bahnverkehr tagelang faktisch am Boden gelegen habe, sobald Schnee fiel. Während Nachbarstaaten mit ähnlich harschen Wintern ihre Züge in Bewegung halten, „liegt hier gefühlt alles lahm, weil es ein bisschen kalt wird“, so Ploß weiter. Früher galten für die Bahn andere Maßstäbe – damals war der Werbespruch 'Alle reden vom Wetter. Wir nicht' noch glaubwürdig. Nun wird von Seiten der Union ein Umsteuern verlangt, vor allem auch mit Blick auf kommende Winter. Noch immer sind infolge des Sturms 'Elli' massive Einschränkungen bei ICE und Intercity spürbar, Schnee und Wind haben sich zwar südwärts verzogen, doch das Fernverkehrschaos bleibt vorerst bestehen.
Die Diskussion rund um den massiven Wintereinbruch und das damit verbundene Bahnchaos schlägt weiterhin Wellen: CDU-Abgeordnete wie Christoph Ploß fordern ein radikales Umdenken beim Management der Deutschen Bahn, das angesichts anhaltender Verspätungen, Zugausfälle und Infrastrukturproblemen massiv in der Kritik steht. Während Fahrgäste deutschlandweit teilweise stundenlang im Schnee festsaßen und Chaos auf den Bahnhöfen herrschte, wuchs in Politik und Öffentlichkeit das Unverständnis: Die Behauptung, dass 'andere Länder besser mit Winter umgehen', steht plakativ gegen das angekratze Selbstbild der Bahn. Interessant ist, dass laut jüngster Medienberichte (z. B. FAZ, taz) auch die Gewerkschaften und Verbraucherschützer inzwischen Lösungswege wie eine Überholung der Notfallpläne und die gezielte Modernisierung kritischer Technik fordern, während zugleich über eine mögliche personelle Neuausrichtung diskutiert wird.